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Setzt du einen Frosch in kochendes Wasser wird er versuchen, herauszuspringen. Bringst du das Wasser dagegen langsam zum kochen, wird er jämmerlich verenden. Manchmal verhalten wir uns wie der Frosch: Werden wir mit einer kritischen Situation konfrontiert, wollen wir ihr entkommen. Leben wir über Jahre unter stressvollen Bedingungen, gewöhnen wir uns daran.
In diesem Artikel erfährst du, welche inneren und äußeren Belastungsfaktoren für Erschöpfung verantwortlich sind und was du dagegen tun kannst.

 

 

Was ist psychische Belastung?

Die „Froschtheorie“ belegen auch die Zahlen: 82% im Alter zwischen 30 und 39 Jahren fühlen sich ständig gestresst, erschöpft und unter Zeitdruck. 76% zwischen 50 und 59. Es scheint, als sei das eine Normalität, die man hinnehmen müsste. Gut, dass es mittlerweile einen boomenden Industriezweig gibt, der Hoffnung durch Wellness und Relaxing-Wochenenden verspricht.

Doch ich glaube nicht daran.
Ich glaube nicht, dass es DIE Entspannungsübung gibt oder die perfekte Methode, um sich besser zu organisieren oder seine Heilung in Indien zu suchen. Ich behaupte sogar, die meisten fokussieren sich auf das Falsche.
Je mehr Angebote wir sehen, desto weniger setzen wir um. Wir wissen nicht, wo wir beginnen oder wie wir es in unseren Tag einbauen sollen. Wir haben ja keine Zeit.
„Ich hab doch schon so viel zu tun, jetzt soll ich auch noch dabei entspannen?“
„Da kennst du meinen Chef (Kinder, Frau…) schlecht, der packt immer noch mehr drauf.“

Es ist rein gar nichts dagegen zu sagen, Sport zu machen, eine Atemübung oder ins Yoga-Studio zu gehen. Wunderbar.
Nur in punkto Belastung sind das keine Lösungen. Diese Maßnahmen sind Mittel zum Zweck.

Entspannung ist keine Lösung. Es ist Mittel zum Zweck.

Du suchst eine Strategie, auf die du dich auch unter Stress blind wie auf deine Tasse Kaffee verlassen kannst? Dann lasse dich in diesem kostenfreien Webinar inspirieren.

 

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In manchen Fällen führen Entspannungs-Maßnahmen zu NOCH mehr Stress. Nämlich, wenn sie übermäßig unsere Zeit beanspruchen und wir sie nicht in unseren Feierabend oder ins nächste Wochenende eingebaut bekommen. Und am Montag, angesichts der bevorstehenden Aufgaben, nur noch denken: „Ich bekomm ja gar nix mehr hin“.

Bevor du blind dem Mainstream des Entspannungswahns folgst, werde dir klar, welche Einflüsse dich eigentlich in Stress versetzen.
Richtig. Betrachten wir es oberflächlich, ist es der Chef, der tägliche Stau auf der Autobahn, die anstrengenden Kollegen in der Arbeit.
Wenn wir aber tiefer forschen, entdecken wir den Kern dahinter: Es sind die psychischen Belastungen, die für unser Stress-Erleben verantwortlich sind.

Stress hat zwei Komponenten:

  • äußere Umstände
  • und innere Dynamiken.

Wie wirken diese Beiden, um in dir ein Stress-Erleben zu erzeugen? Das erfährst du im nächsten Abschnitt.

 

 

Psychische Belastung durch äußere Stressoren

Stress wird ausgelöst durch Situationen, in denen wir uns befinden und für die wir keine Lösung haben.
Wir sind besser geübt, uns von Außen zu beobachten, als in uns hinein zu horchen. Wir nehmen etwas wahr, das gerade passiert und reagieren automatisiert darauf.

Jetzt blicken wir eine Ebene tiefer. Die folgende Übersicht schult deine Wahrnehmung für dein Umfeld.
Dieser Blick ist eine wichtige Voraussetzung, um dir Belastungsfaktoren überhaupt erstmal bewusst zu machen. Welche Ursachen gibt es da?

 

1. Psychische Belastung durch fehlende Orientierung

Der Alltag ist in unserer modernen Welt ein Marathon mit vielen Hindernissen. Wir stehen vor zahlreichen Entscheidungen und haben oft viele Optionen vor uns. Treffen wir eine Entscheidung aus dem Pool der Optionen, quälen wir uns im Hintergrund mit Fragen: hätte ich, sollte ich, wäre es besser gewesen, wenn…?
Die vielen Wahl-Möglichkeiten verunsichern uns: Wer die Wahl hat, hat die Qual.

In unserer Freizeit ist es nicht wesentlich entspannter. Wir lieben es, die sogenannte „freie“ Zeit optimal zu nutzen. Aufgrund unseres anstrengenden und fordernden Alltags kommen wir nicht immer dazu, unsere Aktivitäten umzusetzen und sind dann frustriert. Oder pendeln auch hier zwischen verschiedenen Optionen.

Sich für eine Sache zu entscheiden, bedeutet fleichzeitig Verzicht auf andere Möglichkeiten. Verzicht auf den vermeintlich doch besseren Handyvertrag, den lukrativeren Anlagenfond, die bessere Party, das günstigere Angebot.
So bleiben wir zurück mit einem Dauergefühl, vielleicht doch falsch entschieden zu haben. Mit dieser latenten Unschlüssigkeit sind wir nie wirklich klar. Wir pendeln zwischen Möglichkeiten.

 

Was hilft?

Wäge Entscheidungen in einem angemessenen Verhältnis ab. Große Entscheidungen dürfen gut überlegt sein, mit ihren Pros und Contras bedacht.
Nur wende nicht deine kostbare Zeit auf für alltägliche Entscheidungen, z.B. Preis- und Produktvergleiche. Limitiere diesen Zeitaufwand. Hast du eine Entscheidung getroffen, bleibe dabei und steh dazu. Du hattest für diese Entscheidung gute Gründe, nicht wahr?

 

Was hilft im Job?

Fehlende Orientierung greift ebenfalls, wenn wir uns im Multitasking wiederfinden. Wir können zwar zwei Dinge gleichzeitig tun, uns aber nicht auf zwei Dinge wirklich konzentrieren. Wir verlieren Energie und Qualität beim Ergebnis. Dafür gewinnen wir ein Mehr an negativem Stress.

Stell dir vor, du bist in eine Sache vertieft und wirst unterbrochen: Das Telefon klingelt, der Kollege hat eine Frage, die Nachbarin steht vor der Tür. Aus mit der Konzentration. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass wir mindestens 20 Minuten benötigen, um wieder in die ursprüngliche Beschäftigung einzutauchen.
Je komplexer die Aufgabe, desto schwieriger.

Trainiere dich darin, klar zu fokussieren. Priorisiere deine Liste eindeutig. Lerne, Wichtiges von Dringendem zu unterschieden.
Das kann mithilfe eines Timers sein oder eines Organisations-Tools, das dich unterstützt zu strukturieren. Scheit alles gleichzeitig wichtig, kann ein klärendes Gespräch mit dem Chef helfen, richtig zu gewichten. Fehlt diese Unterstützung kann dein Job toxisch wirken- mehr zu toxischen Rahmenbedingungen im Job findest du hier. Priorisierung ist eine Führungsaufgabe im Beruf. Suche rechtzeitig ein Gespräch, um wieder Orientierung für dich zu bekommen.

 

Sicherheit ist unerlässlich, wenn wir etwas planen, erreichen und umsetzen wollen.
Orientierung gibt uns Klarheit und Sicherheit, einen festen Rahmen. Fehlt uns diese Klarheit, bleiben wir im Teich der „Vielleichts“, „Irgendwanns“ oder Besser-dochs“ hängen. Wir vergeuden unsere wertvolle Lebensenergie und fühlen uns verunsichert. Wir haben Angst, das Falsche getan zu haben. Doch Angst löst noch weit mehr aus, wie wir gleich sehen.

 

2. Psychische Belastung durch Angst

In unseren Breitengraden können wir glücklicherweise gesichert leben. Wir haben Nahrung, Wärme und können uns sicher bewegen. Dennoch gibt es andere Situationen, in denen unser Bedürfnis nach Schutz nicht erfüllt ist. Trotz der objektiven Sicherheit in unseren Regionen, wird Angst auch künstlich generiert:
Unternehmen haben Angst vor Übernahmen, Angestellte vor Arbeitsplatzverlust, Kinder vor Lehrern, aber auch Lehrer vor Schülern. Wir haben Angst vor Corona, vor Einbruch, vor Verarmung, oft völlig unabhängig vom Wohlstand.

„Angustus“ ist das lateinische Wort für Enge und Angst macht im Erleben eng. Und Angst macht „dumm“. Der Kontakt zu unserem rational denkenden Verstand ist blockiert und die Instinkte übernehmen die Führung. Jeder, der ein ängstliches Tier beobachtet hat, weiß, dass es alles andere als logisch handelt.

Angst ist eine starke psychische Belastung und gefährdet unser nächstes menschliches Grundbedürfnis. Das nach Schutz und Sicherheit.
Chronische Angst führt nachweislich zu Depressionen und Burnout. In diesem Artikel zeige ich dir 6 Erfolgsfaktoren für einen gesunden Umgang mit innerem Stress und für mehr Lebensqualität.

 

Was hilft?

Erlaube Medien und negativen Nachrichten nur eine begrenzte Zeit, auf dich zu wirken. Vermeide es, dich schon morgens mit Terrormeldungen durch das Radio wecken zu lassen. Die Auswirkungen solcher Nachrichten werden unterschätzt. Denn das Unterbewusstsein speichert auch, was uns nicht direkt bewusst ist.

Informiere dich besser für eine maximale Zeitspanne über die wichtigsten Themen des Tagesgeschehens. Vielleicht 10 Minuten täglich. Übe dich darin, anstelle von Katastrophen-Denken mehr zu einem konstruktiven und lösungsorientierten Denken zu kommen. In diesem Artikel  erfährst du, welche Denkweisen Angst schüren und wie du sie aus deinem Leben verbannst.
Praktische Tipps und Maßnahmen, mit denen du dein positives Denken schulst, findest du in diesem Artikel.
Damit bleibst du unter Belastung souveräner und fühlst dich spürbar weniger durch „gedankliche Bedrohung“ psychisch belastet.

 

 

3. Psychische Belastung durch fehlende Ver-Bindung

Wir haben heute viele Bekannte, Kollegen und Follower. Doch wie steht es um echte Freunde?
Hast du einen guten Freund, eine gute Freundin, bei der du dich sicher und geborgen fühlst, angenommen als Mensch? Teilt ihr tolle Gespräche, Freude und Trauer, eure Unterschiedlichkeit und Vertrauen?
Gehörst du einer Gemeinschaft an, angefangen bei einer zuverlässigen Partnerschaft? Schauen wir in unsere Paarbeziehungen, wie sieht es da aktuell aus? Wie erlebst du dein Single-Sein?
Wie sieht deine Arbeitsumgebung aus? Wie beschreibst du die Beziehungen an deinem Arbeitsplatz, zu Kollegen, Mitarbeitern, zu deinem Chef?

Sind wichtige Beziehungen unseres Alltags konfliktbeladen und stressig, belasten sie uns über die Situation hinaus (lies hier, wie Konflikte das innere Ausbrennen fördern).
Der Ärger schlägt uns auf den Magen und kann uns regelrecht krank machen. Das wird uns besonders deutlich, wenn wir an Mobbing-Situationen denken oder an endlose Kriege vor dem Scheidungsanwalt.
Jeder Mensch braucht Anerkennung und Wertschätzung. Mobbing ist das Gegenteil davon, gepaart mit der Hilflosigkeit, keine Unterstützung zu haben. Grausam.

Bindung ist das dritte menschliche Grundbedürfnis und sichert von Geburt an das (psychische) Überleben. Bindung ist ein Gefühl, sicher und geborgen zu sein, egal, was passiert. Rückhalt und Entlastung zu erleben, anstelle von Endlos-Diskussionen und Kampf. Das schützt uns auch im Erwachsenenalter enorm vor Stress.

Dauerhaft schwelende Konflikte und emotionale Problemfelder, nachgetragene Wut, aber auch innere Widerstände zehren an unseren Kräften und der Psyche. Diese Prozesse laufen zwar insbesondere in unserem Inneren ab und zählen bereits zu den inneren Belastungsfaktoren, sind aber dadurch nicht weniger psychisch belastend.

 

Was hilft?

Prüfe dein Umfeld auf Konfliktfelder. In diesem Artikel gebe ich dir eine umfassende Fragenliste an die Hand, mit der du potentielle Konflikte in deinem Leben identifizieren und auflösen kannst.
Löse dich aus unkonstruktiven Kontakten und Beziehungen. Nicht immer können wir einen Konflikt lösen, da braucht es auch die andere Seite. Ist sie jedoch nicht bereit dazu oder an einer Lösung interessiert, dann schaue, welche anderen Wege es für dich geben kann.
Viele Arbeitnehmer kehren täglich mit Konflikten an ihren Arbeitsplatz zurück und sehen sich ihrer Situation ausgeliefert. Ich bin von Lösungen überzeugt, es muss nicht immer die Kündigung sein. Lies in diesem Artikel nach, wie du glücklicher im Job wirst und deine Arbeit wieder schätzen lernst.

Investiere in Beziehungen. Ein guter Freund kann völlig ausreichen. Suche Kontakt über eine Mannschaft, ein Team, eine „Truppe“ von Gleichgesinnten – Gemeinschaft macht stark.

 

4. Psychische Belastung durch objektive Stressoren

Jetzt sind wir in dem Bereich, auf den sich vor allem der Arbeitsschutz fokussiert.
Objektive Belastungen, wie die Arbeitsumgebung, sind sichtbar und messbar. Dadurch sind sie leichter zu greifen und veränderbar. Natürlich haben auch sie eine wirksame seelische Komponente. Objektive Stressoren sind von außen gegeben – durch die Situation, in der wir uns befinden. Das können zum Beispiel folgende sein:

  • Chemische Belastungen wie Drogen, Chemikalien durch Umwelt und Nahrungsmittel, Strahlung u.s. w.
  • Körperliche Belastungen wie z. B. Operationen, Infektionen, Schlafstörungen, Krankheiten, Hunger, Durst, Lichtverhältnisse, Ernährung, Hitze, Kälte, Lärm, Arbeitszeit, schlechte Lebens- und Arbeitsbedingungen, Gefährdung durch mangelnden Arbeitsschutz u.s.w.

Weniger Aufmerksamkeit bekommen in unserer Lebens- und Berufswelt die feinen Facetten des Umfelds. Hier verstecken sich allerdings die wichtigsten Ursachen für unsere psychische Belastung:

  • Soziale Belastungen wie Machtstreben innerhalb der Beschäftigten, innere Widerstände, Meinungsverschiedenheiten bei Mitarbeitern, Verlust von Angehörigen und Ablehnung durch andere Menschen, Isolation, Gruppendruck, Rivalität und Intrigen.
  • Organisationsbedingte Belastungen wie z.B. schlechte Arbeitsbedingungen durch bürokratische Strukturen, steile Hierarchien im Unternehmen, unklare Kompetenzen und Aufgabenbereiche, monotone Arbeit, hohe Arbeitsbelastung, kein Handlungsspielraum, Über- und Unterforderung
  • Rollenbedingte Belastungen wie z.B. durch Rollenambiguität oder Rollenkonflikte im privaten und beruflichen Umfeld.

Schauen wir genauer dahinter, lässt sich ein wesentlicher Zusammenhang erkennen: In all diesen Belastungssituationen sind unsere Grundbedürfnisse in Gefahr: Sicherheit, Schutz, Orientierung und stärkende Verbindung.
Psychische Belastungen lassen sich zwar durch intakte und erfüllte Beziehungen im Privaten abfangen. Dies gelingt aber nur begrenzt, wenn das Berufsleben an einem zerrt.

Umgekehrt machen wir es ganz ähnlich: wir investieren bei einem unerfülltem Privatleben unsere Hauptenergie in den beruflichen Bereich. Sofern sich hier persönlicher Ausgleich und Erfolg einstellt, kann das eine passable Kompensation sein, zumindest für eine begrenzte Zeit. Sobald wir jedoch nicht mehr zu den fitten oder erfolgreichen und attraktiven Leistungsträgern gehören, eröffnet sich eine neue Gefahr für unsere psychische Gesundheit.

Wir müssen wieder lernen, jedes unserer Basis-Bedürfnisse abzudecken und auf ein breites, verlässliches Fundament zu stellen. Kippt ein Bereich, können uns die anderen Lebensbereiche auffangen.

 

Was hilft?

Konflikte verschwinden nicht, weil wir darüber hinweg sehen. Sie wirken. Ich gehe noch einen Schritt weiter:

Konflikte sind die Hauptursache, warum Menschen gestresst sind.

Denn finden wir keine zufriedenstellende Lösung, kommt es zu Resignation. Lass es nicht erst soweit kommen. Spüre in deinem Umfeld, ob privat oder beruflich, schwelende Konflikte und Unausgesprochenes auf. Erfahre in diesem Artikel, welche Rolle Konflikte für die psychische Belastung spielen und wie du sie auflöst.

Ja, es braucht eine gute Portion Mut, um den vorübergehenden Zustand der Disharmonie zu ertragen. Doch für dich selbst einzustehen, wird dein Vertrauen in dich selbst stärken. Ein wahrer Selbstwert-Booster.

 

 

Psychische Belastung durch innere Stressoren

Psychische Belastung entsteht nicht allein durch äußere Einflüsse. Sie können uns fordern, aber nicht jeder empfindet gleichermaßen Stress. Und nicht alle Lösungen greifen, um individuellem Stresserleben zu begegnen. Wir brauchen eine weitere Ebene: Uns selbst.

Eine Situation nur schlecht oder gar nicht zu bewältigen, lässt uns hilflos zurück. Wir glauben, dass unsere Bewältigungsmöglichkeiten nicht ausreichen oder keine Lösungsstrategien vorhanden sind.
Ein Bewerber kann vor einem Vorstellungsgespräch Stress erleben. Wenn er beispielsweise glaubt, er könne sich nicht gut ausdrücken und dadurch einen schlechten Eindruck hinterlassen.Oder du erduldest den respektlosen Chef, weil er dein finanzielles Überleben sichert.

In dieser persönlichen Interpretation liegt das eigentliche Gift von psychischer Belastung und innerem Stresserleben. Spätestens jetzt treten wir als Person in den Mittelpunkt der nächsten Betrachtung:

 

1. Psychische Belastung durch subjektive Stressoren

Wie gehen wir mit Belastungen um? Wie bewerten wir sie?
Wenn wir uns psychisch belastet fühlen, treffen diese zwei wichtigen Merkmale zusammen:

  • Persönliche, subjektive Merkmale: negative Denkmuster, die Neigung zu Ungeduld, Ärger, Wut, Angst, Feindseligkeit, Dominanzstreben oder Konkurrenzdenken, einseitige Situationsbewertungen, Schwarzsehen, Hineinsteigern, selbst gemachter Zeitdruck und Leistungsdruck, zu hohe Erwartungen, Enttäuschungen, empfundene Bedrohung oder Hilflosigkeit. In folgenden beiden Artikeln gebe ich dir hilfreiche Tipps und Übungen an die Hand, um mit solchen inneren subjektiven Stressoren umzugehen und positiver zu denken: Wie kannst du dich selbst beruhigen? / Wie kann ich meine Gedanken kontrollieren?
  • Die befürchteten Folgen innerer Stressoren: Dauerarbeitslosigkeit, Imageverluste, Einsamkeit, fehlende Bewältigungsmöglichkeit, Verlust der eigenen Identität, sich nicht mehr zuverlässig erleben, Verlust von Freunden, Familie, Gesundheit, Verlust persönlich wichtiger Werte, fehlende Sinnerfüllung.

 

Was hilft?

Ein oder sogar mehrere Merkmale treffen stark auf dich zu?
Dann kann ein erstes Orientierungs-Gespräch helfen- vereinbare gleich jetzt ein kostenfreies Erstgespräch mit mir! Gemeinsam finden wir wirksame Strategien, um dich dauerhaft von psychischen Belastungen zu befreien. Erste Ansätze für deinen Weg in ein stressfreieres und ausgeglicheneres Leben findest du in diesem kostenfreien Webinar– einfach anmelden.

 

2. Psychische Belastung durch mangelndes Selbstwertgefühl

Wenn wir über Stressbewältigung sprechen, wird das Thema Selbstwert selten aufgeführt. Häufig beschränken wir uns auf äußere Auslöser. Doch unser Selbstwertgefühl wird bei der Stressbewältigung deutlich unterschätzt!
Mangelndes oder geringes Selbstwertgefühl kann ein starker Energieräuber sein. Lies in diesem Artikel nach, warum eine gesunde Beziehung zu dir selbst ein wesentlicher Erfolgsfaktor für eine hohe Lebensqualität ist.

Ein gutes Selbstwertgefühl ist der beste Schutz vor Stress!

Warum?
Mit einem geringen Selbstwertgefühl verwenden wir viel Energie

  • die Umstände zu rechtfertigen,
  • alles perfekt machen zu wollen,
  • uns der Harmonie zuliebe unterzuordnen,
  • unsere Bedürfnisse zu verleugnen oder nicht durchzusetzen,
  • nicht die erforderlichen Grenzen ziehen zu können,
  • uns bei Fehlern selbst die Schuld zu geben.

Diese Liste ließe sich noch verlängern. Ich denke, es ist klar geworden, dass wir mit diesen Strategien eher in eine Abwärtsspirale geraten.
Folgendes ist wichtig zu verstehen: Ein guter Selbstwert gibt uns die Kraft, um alltägliche, aber auch fordernde Situationen zu meistern. Zudem verarbeiten wir dadurch Niederschläge besser, ohne uns selbst nieder zu machen.

Selbstvertrauen gibt uns das notwendige Vertrauen, „STOPP“ zu sagen, „das tut mir nicht gut“. Häufig beobachte ich, dass bei ArbeitnehmerInnen auch bei unzumutbaren Bedingungen, z.B. zu großem Arbeitsvolumen oder respektlosem Verhalten, das Gefühl zurück bleibt: Es liegt an mir!

 

Was hilft?

Sobald du ahnst, dass eine zehrende Situation zu einem Dauerzustand wird, frage dich folgendes:

  • warum akzeptierst du sie?
  • Was befürchtest du?
  • An welchen der o.g. Mechanismen verlierst du Energie? 

Im zweiten Schritt bietet sich die Frage:
Welche Fähigkeit bräuchtest du, um eine zufriedenstellende Lösung für dich herbei zu führen?
Beispielsweise mutiger sein, auch mal NEIN sagen oder ein wenig mehr Konflikttoleranz. Oder denkst du, für dich ist alles zumutbar? Wo fangen deine Grenzen an?
Wie du selbstbewusst Grenzen ziehst und erfolgreich dafür einstehst, erfährst du in diesem Artikel.

 

3. Psychische Belastung durch zu hohe Anforderungen an uns selbst

Neulich erzählte mir ein Bekannter: „Bevor ich wegen Burnout in die Reha kam, hatte ich NULL Fehltage in der Arbeit“.
Über Jahre hatte er durchgehalten. Weißt du, was seine Angst war? Es war die Furcht, als Low-Performer zu gelten.
Ein hoher Preis.
Mein Bekannter hatte unmenschliche Erwartungen an sich selbst.

Wir denken bei Stresserleben im ersten Moment in die Richtung „viel Arbeit, wenig Zeit“. Daher bietet sich so offensichtlich an, weniger zu tun. Wir retten uns in Teilzeitmodelle, Urlaub, zum nächsten Wochenende, um unsere Belastung in den Griff zu bekommen. Oft ist das Private auch keine Erholung mehr, sondern es geht auch hier darum, den Erwartungen zu entsprechen.

Aber Achtung: Diese eher quantitative Betrachtung von Anforderungen wirkt nicht immer.
Jeder neue Vorgang braucht zusätzliche Energie. Die Abschlussprüfung, der Aufbau einer Firma und gleichzeitig die Gründung einer Familie überfordern uns oft. Die Veränderungen unterschätzen wir häufig.

Viele wichtige Projekte gleichzeitig stemmen zu wollen, ist utopisch und zum Scheitern verurteilt.
Auch Kinder werden früh überfordert, wenn sie neben der zweiten Fremdsprache auch noch eine Klavieraufführung und einen Auslandsaufenthalt bewältigen sollen. Ihr Gehirn bekommt wenig Chancen, einen Routine-Prozess zu entwickeln. Den brauchen wir aber dringend, um weniger Stress zu haben und Energie zu sparen.

 

Was hilft?

Konzentriere dich immer nur auf ein nächstes Etappenziel. Teile es wiederrum in kleine Schritte ein, die leicht erreichbar sind. Damit stärkst du nicht nur deinen Selbstwert („Ich schaffe das!“), sondern bist auch wesentlich effizienter.
Ersetze alle wiederkehrenden Aufgaben durch Routine-Abläufe. Welche sind wirklich wichtig? Welche sind sinnvoll? Bringen sie dich weiter an dein Ziel?

Mache regelmäßig eine Bestandsaufnahme. Miste aus, was du nicht brauchst. Ich selbst unterstütze meine Ziele durch den Focus-Planner von Mike Hyatt (Nein, das ist kein Affiliate-Link :-). Dadurch gelingt es mir, effizient zu unterscheiden zwischen Ergebnis-Zielen und täglichen/wöchentlichen Routine-Zielen, wie z.B. regelmäßig Blogbeiträge zu schreiben. Aber es gibt sicher auch andere gute Planer, die deinen Fokus unterstützen.

 

4. Psychische Belastung durch Krisen

Sie kommen unerwartet und können alles verändern: Krisen-Situationen. Krisen kosten Kraft. Das können Ereignisse sein wie Corona, ein Verlust, Trennung oder auch chronische Stress-Situationen, in denen wir uns im Kreis drehen. Wenn wir eine Situation in unserem Leben haben, die immer wieder Ärger, Frust, Angst oder Trauer in uns auslöst, haben wir die Qualität einer Krise erreicht.

Krisen sowie Ups-and-Downs gehören zu unserem Leben. Wir wollen es meist nicht wahr haben, denn niemand möchte sich ausgeliefert fühlen.

Wir können zwar die Dinge nicht immer ändern, die auf uns eintreffen, aber zumindest, die Art damit umzugehen. Resilienz , die Stärkung unserer inneren Widerstandsfähigkeit ist in unserer modernen Welt immer wichtiger geworden. Wir sind einfach nicht mehr geübt darin, schlechte Zeiten in unser Leben zu integrieren und als Anlass zur persönlichen Stärkung zu nutzen. Wir haben die Illusion im Kopf, jede Schwierigkeit zu meistern und das Glück zu maximieren.

Einen anderen Einblick bekommst du, wenn du Biographien erfolgreicher Menschen liest. Fast jeder erfolgreiche Mensch startete mit schwierigen Umständen, schaffte sich aus misslichen Lagen heraus. Jede Erfolgsgeschichte fing beschwerlich an und war mit einigen Anstrengungen und Reflektion verbunden. Aus ihnen können wir viel lernen.

 

Was hilft?

Stärke deine Resilienz, also deine innere Widerstandskraft, wann immer es geht. Hilfreiche Tipps dazu findest du in meinem Artikel zu den 7 Resilienzfaktoren. Lies Biographien, schaffe dir Vorbilder und kopiere Teile ihrer Strategien. Wirksame Strategien und Tipps für eine stärkere innere Widerstandskraft gebe ich dir auch in meinem 10-wöchigen Onlinecoaching an die Hand. Sichere dir gleich jetzt ein kostenfreies Erstgespräch mit mir!

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Psychische Belastung – was tun? 

Fazit: Sowohl innere als auch äußere Stressoren können sich langfristig zu ernsthaften psychischen Belastungen entwickeln.
Bei den äußeren Stressoren handelt es sich um Belastungsfaktoren, ausgelöst durch dein Umfeld wie z.B. mangelnde Struktur am Arbeitsplatz oder konfliktreiche soziale Beziehungen.

Bei den inneren Stressoren geht es darum, wie du diese Belastungssituationen individuell erlebst und mit ihnen umgehst. Für die kleineren Stresssituationen des Alltags kann ich dir einige schnelle und effiziente Maßnahmen mit auf den Weg geben – wie z.B. diese 12 Sofortmaßnahmen bei Angst und Stress.
Wird der Stress allerdings zu einer psychischen Belastung müssen wir tiefer gehen. Wirklich psychisch belastend werden Stresssituationen dann, wenn zwei wesentliche Faktoren zusammenspielen:

  1. Wenn wir denken, dass unsere persönlichen Bewältigungsmöglichkeiten nicht ausreichen oder schlichtweg keine Lösungsstrategien vorhanden sind.
  2. Wenn wir die Folgen des Nicht-bewältigen-könnens einer Stresssituation als bedrohlich empfinden.

 

Die gute Nachricht für dich: Beide Faktoren lassen sich durchaus verändern! Zumindest hättest du die Chance, dies zu tun. Du musst sie nur ergreifen, starte gleich jetzt!

Du fragst dich wie?
Meine Idee dazu: Beginne mit einer Inventur. Schreibe dir täglich auf, was dich über den Tag gestresst hat: Zu Hause, bei der Autofahrt, im Büro oder bei deiner Mutter.

Hilfreiche Anleitungen, Tipps und Strategien, wie du Stressgefühle in verschiedenen Lebensbereichen bewusster wahrnehmen kannst, gebe ich dir auch in meinen beiden Artikeln zu den Themen „Gefühle zulassen“ und „Gefühle zeigen“.

Du wirst dich wundern, was du entdeckst, wenn du beginnst, dich zu beobachten. Also, ich bin in jedem Fall gespannt! Verrätst du es mir? Gerne hier in den Kommentaren.

Nur Mut!

Deine Bea