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Die Psychologie bezeichnet die innere Widerstandskraft als Resilienz.
Es ist die Fähigkeit schwierige Phasen gut zu bewältigen, sodass du in ein befriedigendes und glückliches Leben zurückfindest.
 

Resiliente Menschen reagieren weniger sensibel auf psychische Belastungen wie zum Beispiel Stress, Frust oder unglückliche Umstände.
Sie gehen mit Schwierigkeiten flexibler und lösungsorientiert um.
Häufig gehen diese Stehaufmännchen sogar kraftvoller aus einer Krise heraus: Sie entdecken neue Möglichkeiten, mit dem Leben umzugehen. 

Was machen resiliente Menschen anders, als solche, die daran zerbrechen?
Und wie gut bist du selbst darin, neue Hoffnung und Kraft zu schöpfen, wenn es um dich herum ausweglos scheint?
 

Eines vorweg: Mit Glück hat Resilienz wenig zu tun.
Vielmehr geht es bei dem Begriff Resilienz um persönliche Faktoren.
Es geht um Sichtweisen und Fragestellungen, die dich aus der Krise heraus führen können.
 

Mag die Situation im ersten Moment auch unüberwindtbar erscheinen, es gibt Wege heraus.

Wie du den Blick für neue Möglichkeiten schärfst, zeige ich dir an dem prominenten Beispiel von Superman.

 

Auch Superman scheiterte

Am 27. Mai 1995 zerstörte die größte Leidenschaft Christopher Reeves bisheriges Leben.

Sein Leben lang stand er im Rampenlicht: Er war reich, prominent und mit allen Privilegien des Lebens beschenkt.
Christopher Reeve ist uns durch seine weltberühmte Rolle als Superman bekannt .

Bis zu diesem 27. Mai, der Tag an dem Superman das Duell verlor: Christopher stürzte bei einem Reitturnier von seinem Pferd.
Nach diesem Sturz veränderte sich alles für ihn. Nichts war mehr, wie es einmal war.

Er war gelähmt.
Abwärts vom Hals bewegungslos an sein Bett gefesselt. Es half ihm weder sein Vermögen, noch seine Berühmtheit diese Wahrheit zu beschönigen.

War das sein Ende?

Christopher Reeve gewann seine Stärke zurück.
Er entdeckte eine neue Aufgabe für sich, die ihn antrieb und für die es sich lohnte:
Er begann sich für die Stammzellen-Forschung zu engagieren. Er wurde sogar zum berühmtesten Fürsprecher der Forschung auf Stammzellenbasis.
2003 erhielt er den World-Award für sein ausgezeichnetes Engagement für behinderte Menschen.

 

Was du von Superman lernen kannst

Christopher Reeve war im echten Leben kein Superheld. Er war ein guter Schauspieler, ansonsten ein recht normaler Mensch.
Es war seine innere Geistes-Haltung, die ihn antrieb, um nach dem schweren Unfall wieder Mut zu fassen. In dieser schweren Zeit zeigten sich in ihm neue Fähigkeiten, die er bis dahin noch nicht einmal ahnte.

Ein Unglück muss nicht immer so tragisch sein wie bei Christopher.

Doch vielleicht fühltest du dich schon einmal ganz ähnlich: das Gefühl zu fallen, am Boden zu sein und dir selbst nicht mehr heraushelfen zu können.

Du darfst dich in so gemeinen Momenten, die das Leben einem auch zumuten kann, erst einmal sammeln. Den un-gnädigen Gefühlen, deinem Frust, dem Scheitern einen Platz geben.
Setze dich bitte nicht unter einen bestimmten Erwartungsdruck.
Sei dir selbst ein guter Freund und ermutige dich, anstelle dich zusätzlich zu kritisieren – die neue Situation braucht Zeit, um verdaut zu werden. (wie du den richtigen Zeitpunkt im Verlauf einer Krise findest, erfährst du hier).

In diesen Momenten hilft es, dir Menschen an die Seite zu nehmen, die dir Mut machen, dich aufmuntern und auf neue Gedanken bringen.

 

 

Es kommt der Zeitpunkt an dem ist es wichtig sich neu zu orientieren.
Als Christopher Reeve an diesem Punkt angelangt war, stellte er sich eine entscheidende Frage:

Was kann ich trotz meiner misslichen Lage nun tun?

 

Die starken Kinder von Kauai

1955 veröffentlichte die amerikanische Entwicklungs-Psychologin Emmy Werner ihre berühmte „Kauai-Studie auf Hawaii“.
Die Resilienz-Forschung brachte durch diese Studie eine völlig neue und bahnbrechende Erkenntnis:
Resilienz ist trainierbar!
Bis heute gilt sie als das Basiswerk des Resilienz Konzepts.

Emmy begleitete ca. 700 Kinder über viele Jahre in ihrer Entwicklung.
Ihre Lebensbedingungen waren schwer: Sie lebten in Armut, wurden misshandelt, vernachlässigt oder wuchsen ganz ohne ihre Eltern auf.

Dieser Ansatz war neu. Denn bisher hatte sich die psychologische Forschung andere Fragen gestellt. Bislang lag der Fokus lag auf Risikofaktoren, Fehlentwicklungen und Störung-Bedingungen.

Das Ergebnis der Kauai-Studie war erstaunlich.
Zwei Drittel dieser „Risikokinder“ fielen als Jugendliche durch Lern- oder Verhaltensstörungen auf. Viele davon wurden tatsächlich straffällig bzw. psychiatrisch auffällig.
Gleichzeitig aber entwickelte sich aber ein Drittel dieser Kinder erstaunlich positiv: Sie waren erfolgreich in der Schule, in das soziale Leben integriert und wiesen zu keinem Zeitpunkt der Untersuchung irgendwelche Verhaltensauffälligkeiten auf.

Zwei Erkenntnisse nahm die Resilienz-Forschung daraus mit:

– Ungünstige (Start-) Voraussetzungen führend nicht zwingend zu Elend und Misserfolg.
– Resiliente Kinder (und Erwachsene) verfügen über bestimmte Eigenschaften und Strategien, die es ihnen ermöglichen, an widrigen Umständen nicht zu zerbrechen.

Welche Eigenschaften hatten die Kindern stark gemacht?

 

Was dich stark macht: Die wichtigsten Resilienz-Faktoren

Lass uns  mit der einfachen Frage starten: Kennst du deine Stärken?

Oft fehlt uns ein klarer, neutraler Blick auf uns selbst und unsere Fähigkeiten. Doch ich bin ganz sicher, dass du sie hast! Du auch?
Wenn du zweifelst, dann lade ich dich ein, deine Stärken und Fähigkeiten herauszufinden.
Hier habe ich eine perfekte Möglichkeit für eine objektive Bestandsaufnahme.

Einfach den Test anklicken und dich besser einschätzen lernen.

Hier zum Test klicken.

Es gibt einige grundlegende Eigenschaften, die dir den Umgang mit dem Schwierigen leichter machen:
Lies hier, welche  Top 13 Eigenschaften das sind.

 

 

In der Forschung stachen die kommenden 7 Faktoren besonders heraus: 

 

1. Beziehungen und Netzwerk-Orientierung

Die starken Kinder von Kauai hatten mitunter etwas, was die anderen zwei Drittel nicht hatten:

Es gab mindestens eine liebevolle Bezugsperson, die sich um sie kümmerte.
Eine hilfreiche Verbindung oder ein starkes Vorbild schenken dir Halt. Durch diese Verbindung können einige negative Faktoren wettgemacht werden. Dabei muss die Vertrauensperson nicht unbedingt Mutter oder Vater sein. Eine Tante, ein Lehrer, eine Nachbarin können diese Rolle ebenso füllen.

Resiliente Menschen erkennen, dass Bindung stärkt und Unterstützung gibt. Sie holen sich auch deutlich eher professionelle Hilfe, wenn sie alleine nicht weiterkommen.
Zahle in das Vertrauenskonto zu Menschen ein: durch ein Lob, durch anerkennende Worte und Interesse an der anderen Person.
(Mehr Tipps was Menschen an dir lieben werden, findest du hier).

 

 

 

2. Resilienz-Faktor: Die Fähigkeit zu akzeptieren

Resiliente Menschen haben wenig Stress mit Veränderungen.
Sie zählen für sie zu den notwendigen Anforderungen des Lebens.

Der Wunsch, dass alles konstant und beim Alten bleibt, erscheint diesen Menschen unrealistisch.
Und damit haben sie recht. Denn festhalten kostet Kraft.
Veränderungen sind wichtig und unvermeidbar.
Je besser du diese Tatsache akzeptieren kannst, desto mehr Energie sparst du.

Ein Blick auf die Vergangenheit zeigt dir doch auch, wie vieles du im Leben verpasst hättest, hätte sich nie etwas verändert.

Wie stehst du selbst zu Wandel und Veränderung? Machst du aus neuen Situationen oft das Beste, so gut es dir gerade möglich ist? Oder würdest du gerne, dass alles beim Alten bleibt?
Wie gut kannst du dich neu orientieren und vergangenes loslassen?
Hier geht es zu mehr Stärkung von Akzeptanz.

 

3. Resilienz-Faktor: Optimismus und positive Emotionen

Natürlich darf Optimismus als Resilienzfaktor nicht fehlen.
Geht es doch vor allem um die Haltung nach Niederlagen wieder aufzustehen.

Nur: Immer gut drauf,  “alles kein Problem“- das klingt für mich wenig nach Mensch-Sein. Die überzogene Erwartung, man müsse immer gut gelaunt sein, klingt eher stressig, als stark.

Beim Optimismus geht es darum, dob du mit Zuversicht auf dich selbst und dein Leben blickst.
Hier spielen insbesondere die Färbung deiner Gedanken hinein: siehst du schnell schwarz, das Glas tendenziell halb leer, statt halb voll?

Du musst kein geborener Optimist sein. Du kannst lernen optimistisch zu denken.

Wie hoch schätzt du deine optimistische Haltung ein?
Was ist dein erster Impuls bei der Frage:
„Generell ist für mich das Glas eher halb…“- begründe deine Antwort mit drei Beispielen aus deinem Leben.

 

4. Resilienz-Faktor: Verantwortung übernehmen

Jetzt geht es darum, inwieweit du für dich selbst und dein eigenes Leben einstehst.

Das beinhaltet gleichzeitig, nicht den anderen oder den Umständen den Ball zuzuspielen.
Sondern Ausschau zu halten nach deinen Handlungs-Spielräumen innerhalb derer du agieren kannst.

Verantwortung für dich selbst zu übernehmen (und auch für dir nahestehende Menschen), hat stark damit zu tun, wie selbstbestimmt du lebst. Ob und wie du dich für deine persönlichen Grenzen, deine eigenen Vorstellungen und deine Eigenständigkeit einstehst.
Und, auch ein wenig mit Mut😊.

Zugegeben, das gefällt dem Umfeld nicht immer.
Aber auch für dich selbst kann es eine unangenehme Angelegenheit sein: Denn wirklich Verantwortung zu übernehmen, bedeutet auch, Fehler einzusehen, diese zuzugeben und nach Lösungen zu suchen…
Verantwortung zu übernehmen, ist eine wichtige Ressource, um handlungsfähig zu sein. Die Erfahrung, für sich selbst und andere einzutreten, die eigenen Werte und Ansichten zu vertreten, schafft Stärke und Profil.

  • Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. Molière

 

5.Resilienz-Faktor: Selbstwirksamkeit

Das Thema [glossary]Selbstwirksamkeit[/glossary] ist ein echter Klassiker in der Psychologie.
Selbstwirksamkeit beschreibt dein grundlegendes Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten.
Es ist deine innere Überzeugung, ein Ziel auch durch Überwindung von Hindernissen erreichen zu können.
Die Erwartungshaltung, ob dein Tun erfolgreich sein wird oder nicht.

Diese Erwartung kann sich auf dich selbst beziehen mit der Frage: Kann ich das lernen?.
Es kann sich  aber auch auf deine Erwartung auf das Ergebnis richten (Ergebniserwartung): Kann ich das schaffen?

Es geht um die Fähigkeit, erkennen zu können, welche richtigen Knöpfe du drücken musst. Was brauchst du, damit dir gelingt, was du dir vorgenommen hast.
Worauf hast du tatsächlich Einfluss und welche Möglichkeiten bieten sich dir?

Diesen Zusammenhang gut einschätzen zu können, erzeugt das Gefühl von Machbarkeit und Kontrolle.

In welchen Lebensbereichen hast du das Gefühl Einfluss nehmen zu können?
Wo eher das Gefühl von Ausgeliefertsein?

 

6.Resilienz-Faktor: Lösung- und Zukunft-Orientierung

Um lösungs-orientiert zu werden, ist es wichtig zu verstehen, dass Problem und Lösung nicht zwingend miteinander zu tun haben.

Die Begründer der lösungsorientierten Kurzzeit-Therapie erklären es so: Um ein Schloss zu öffnen, musst du nicht wissen, wie das Schloss von innen aussieht oder den Schlüssel kennen; ein Dietrich öffnet die Tür trotzdem.

Oft stecken wir in der Problem-Analyse fest.
Besser ist es, sich damit zu beschäftigen, die Türe zu öffnen.

Wie pragmatisch und lösungs-orientiert gehst du an deine Themen heran?
Wie gut kannst du dich vom Problem lösen und Ausschau halten nach dem, was du dir wünschst?

Es gibt eine wundervolle Fragestellung, die dich von deinem Problem wegführt:
„Wie kann es mir gelingen, dass ….“ (setze hier dein Wunsch ein und vervollständige den Satz).
Bemerkst du den Unterschied in Richtung Lösungs-Orientierung?

 

7. Resilienz-Faktor: Das Selbstbild

Die Wertschätzung der eigenen Person ist bei psychisch robusten Menschen höher.

Dich selbst zu schätzen, macht dich unabhängig von der Anerkennung durch andere.
Resiliente Menschen bewerten sich selbst positiv und sind sich ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst.
Das bedeutet nicht, dass sie keine Schwächen haben. Sie fokussieren sie jedoch nicht.

So kannst du dein Selbstbild verbessern:
Wähle eine Eigenschaft oder eine Angewohnheit aus, die du an dir nicht magst. Nun schaue mal aus einem anderen Blickwinkel darauf: Du drehst diese einfach mal um. So wird aus dem Urteil „ich bin oft so gestresst“ ein „ich kümmere mich um (zu) viele Dinge“.
Das ist eine völlig andere Bewertung, oder?

Daran schließen sich neue, interessante Fragen an: Was könntest du besser weglassen, worum könntest du dich weniger kümmern?
Indem du eine vermeintliche Schwäche umdeutest, lernst du ihren positiven Aspekt kennen. Das klingt doch schon deutlich freundlicher.
Alles hat zwei Seiten, nicht nur eine Medaille.

 

Diesen Artikel habe ich während der wochenlangen Corona-Krise überarbeitet.
Das Schreiben wirkte wie eine Selbsttherapie😄.
Mir wurde wieder einmal bewusst, auf welche Punkt ich nch mehr Augenmerk legen darf, um diese Zeit gut zu durchlaufen.
Ich hoffe, es geht dir ganz ähnlich.

Wie sieht es bei dir aus? Welchen Resilienz-Faktor würdest du jetzt stärken?
Dann lade dir hier unseren Selbsttest herunter – für mehr Klarheit- und für mehr Resilienz!

 

Deine Bea

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