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Was kannst du verändern, was solltest du besser akzeptieren lernen?
Eine Frage, die mit viel Energie, Widerstand und Hadern verbunden ist.
Loslassen fällt schwer.
Unterscheiden zu können, was du loslassen oder was du verändern kannst, ist eine Kunst: Resiliente Menschen beherrschen sie gut. Was kannst du von ihnen lernen, wie richtest du den Blick nach vorne und akzeptierst das Unabänderliche?

In diesem Teil der Resilienz-Serie gebe ich dir 20 praktische Tipps, wie du  eine Situation akzeptieren lernst und was du unbedingt vermeiden solltest.

 

Warum es schwer fällt, zu akzeptieren

Loslassen erfordert Überwindung.
Wir trennen uns nicht gerne von etwas: Sei es von einer Vorstellung, einem Ziel oder einem Menschen.

Dieser innere Kampf, der Realität ins Auge blicken zu müssen, begegnet uns aber täglich:
Der Autofahrer vor dir sollte endlich nach rechts ausweichen,
der Chef dich fairer behandeln
und dein Umfeld mehr Verantwortung übernehmen.
Es ärgert dich einfach. Du regst dich auf, vielleicht schimpfst du vor dich hin oder schmollst im Stillen.

Diese Reaktionen kosten unwahrscheinlich viel Energie, schlagen auf den Magen und das Ärgerlichste:
Die meisten Situationen und andere Menschen sind nur bedingt veränderbar.
Wie also mit dem Unveränderbaren umgehen?

Ärger und Wut entstehen dann, wenn du dich den Umständen ausgeliefert siehst.
Der Frust versteckt sich hinter der Frage „Warum, und warum ich“?
Diese Frage kann so zentral werden, aber sie findet niemals eine Antwort.

Die Buddhisten nennen diese beiden Energievampire Anhaftung und Abneigung.

Beides sind Gewohnheiten des Geistes, die ins Leid führen.
Vielleicht bemerkst du, dass dich die Idee, dass es nur eine Gewohnheit ist, ein wenig entlastet.
Du bist nicht schuld daran. Es ist nur eine Gewohnheit deines Kopfes. Jeder Mensch hat damit zu kämpfen.

Was kannst du an diesem Punkt vom Buddhisten lernen?
Wie lernt man inneren Frieden und freier dadurch zu leben?

 

 

Akzeptieren lernen, heißt…

dass du ein Gleichgewicht findest, mit den Umständen, die dir das Leben bietet, umzugehen.
Möglichkeiten und Wege entdeckst, diese Zwickmühlen in deinem Alltag aufzulösen. Und dich aus ihrer Folter zu befreien.

Akzeptieren bedeutet umgekehrt nicht, der Situation zuzustimmen.
Du musst sie nicht gut finden.

Hier geht es darum, wie du leichter akzeptieren lernst. Das heißt konkret:

  • trennen zu können zwischen dem, was du ändern kannst und dem, worauf du keinen Einfluss hast;
  • deine Energie in die Facetten deines Lebens zu investieren, die du beeinflussen kannst (und das sind eine ganze Menge);
  • gleichzeitig das Unabänderliche respektieren zu lernen;
  • und die positiven Aspekte, die aus der Situation entstehen, für dich zu nutzen;
  • eine Entscheidung zu treffen, was du ab jetzt verändern möchtest: Gibt es etwas, was du erlernen müsstest, um diese Veränderung real umzusetzen? Zum Beispiel Grenzen setzen, selbstbewusster wirken …

Alles andere, lass ziehen.
Wann und wie das mit dem Ziehen-lassen klappen kann, dazu kommen wir jetzt.

 

Der richtige Moment, um akzeptieren zu lernen

Veränderung geschieht nicht, indem du dir etwas vormachst. Sei ehrlich zu dir selbst und antworte spontan auf diese Frage:
Wann würdest du die belastende Situation gerne loslassen?

Was würdest du antworten: jetzt! Gestern! Morgen vielleicht? Nie!!!

Diese Frage bringt dich ins Hier und jetzt. Du bekommst die Idee, dass Veränderung möglich ist: Du könntest vielleicht auch anders.
Du könntest auch akzeptieren.
Wann würdest du gerne loslassen und akzeptieren?
Antwortest du darauf „übermorgen“ oder „im nächsten Urlaub“, dann hast du bereits zugestimmt, dass es möglich ist; dass du es kannst.

Wenn jetzt und heute noch kein spontanes JA kommt, dann ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt da.
Innere und äußere Krisen lassen sich nicht wegwünschen oder intellektuell erfassen. Sie haben ihre ganz eigene Dynamik.
Diese Dynamik besteht aus vier Phasen – auch die dürfen wir lernen anzuerkennen.

Keine dieser Phasen kannst du überspringen. Bei jedem sind sie von unterschiedlicher Dauer – mal geht es rückwärts und dann wieder vorwärts.
Wichtig ist, dass du dir das nachsiehst. Die Phasen sind ein Teil deines Verarbeitungs-Prozesses. Damit bist du schon auf dem Weg, akzeptieren zu lernen.

 

 

 

Wo stehst du selbst heute in diesem Verlauf? Phase eins, zwei, drei oder wagst du bereits einen Neubeginn?

 

20 Tipps, wie du akzeptieren lernst

Du ahnst es vielleicht schon: Je nach dem persönlichen Phasenverlauf sind unterschiedliche Strategien erfolgversprechend.
In den ersten beiden Phasen läuft eine Art Überlebensmodus ab. Gefühle überschlagen sich, es fühlt sich fürchterlich an.

Dieser Gefühlsausbruch ist natürlich und völlig normal.
Wenn du einmal einem kleinen Kind bei einem Gefühlsausbruch zugesehen hast, weißt du, dass in dieser Phase die Vernunft keinen Platz hat. Worte erreichen dich jetzt nur schwer.

Aus diesem Grund habe ich die folgenden 20 Tipps für dich chronologisch, entsprechend den Phasen, aufgelistet:

1. Stehe zu deinen Gefühlen-stehe zu dir: jammern und schimpfen, ist (zeitweise) ausdrücklich erlaubt.
Zeitweise heißt: Mache deinem Ärger Luft. Ich nutze die 30 Sekunden Taktik. 30 Sekunden lang rege ich mich auf, bin durchaus erfinderisch in neuen Wortschöpfungen oder trommle auf dem Lenkrad rum. Nach 30 Sekunden ist Schluss!

2. Tue so, als ob.
Du darfst zu dir und zu deinen Gefühlen stehen, ganz klar. Und dennoch kannst du experimentieren, auch neue (Körper-) Haltungen auszuprobieren. Körper und Geist stehen in Wechselwirkung-versuche also immer mal wieder in eine optimistische und gestärkte Körper-Haltung zu wechseln. Kopf hoch, Brust raus. Wie das aussieht, zeigt uns hier Charlie Brown

 

3. Atme!
Atmen bedeutet, wiederum auf körperliche Ebene, das Leben anzunehmen. Achte regelmäßig auf deinen Atem und fokussiere dich darauf – es beruhigt den Geist und deinen Körper.

4. Behandle dich selbst wie einen guten Freund – wie das gut gelingt, erfährst du hier.

5. Spüre die Ruhe des Augenblicks. Der Augenblick ist das, wo du gerade bist, was du siehst, was du hörst, was du spürst. Benenne es und du bist im Augenblick angekommen.

6. Sprich vor anderen klar aus, was du jetzt brauchst. Oder wie es dir geht.
Indem du deine Lage und wie es dir damit geht klar benennst, entlastest du dich.
Worte, die ausgesprochen werden, werden nicht verdrängt und können heilen. Das Unausgesprochene verliert seine Bedrohlichkeit.

7. Hüte dich vor gedanklichen „Rückfällen“: das sind Gedankenspiele, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Sie machen dich unglücklich. „Was wäre, wenn …“ ist ein Gedanke, der           beschwert, nicht dein Leiden auflöst.

8. Führe ein Tagebuch um positive Gedanken zu trainieren. Bestimmt ist nicht alles in deinem Leben schlecht. Selbst wenn gerade ein grauer Schleier über deinen Gefühlen liegt,         betrifft das oft nicht deinen gesamten Alltag. Welche Ereignisse und Themen gibt es außerdem …? Werde dir bewusst, dass es noch andere Aspekte in deinem Leben gibt

9. Sei ein wenig dankbar. Oder klingt das fast zynisch für dich? Dann folge dieser Anleitung.

10.Umgebe dich mit neuen Themen, Menschen, Filmen, Bücher oder lerne ein neues Hobby kennen. Das bringt dich auf frische Gedanken

11. Power dich körperlich aus – die Gefühle müssen raus!
Es geht jetzt nicht um eine bessere Figur, sondern um gute Emotionen. Schwitze das Bedrückende raus. Indem du Holz hackst, auf der Stelle trampelst bis dir der Atem ausgeht. Ein wohliges Gefühl wird dich anschließend durchströmen.

12.Erlerne eine Technik, deine negativen Gedanken zu stoppen. Ansonsten können sie dich immer wieder in das alte Leiden führen. Gedankenkontrolle ist ein mentales Übungsfeld, das auch Sportler gut beherrschen.

13. Haben sich deine Emotionen bereits beruhigt, beginne mit einer neutralen Bestandsaufnahme. Prüfe für dich, was spricht für einen Kurswechsel?

14. Ziehe Bilanz und lerne aus dem, was dich so betroffen macht (ohne Verbitterung)- was möchtest du künftig anders machen?
Was müsstest du dafür dazulernen, ausbauen oder stärken?

15. Lies Biografien. Wenn es dunkel um uns ist, glauben wir auf der Verliererseite des Lebens zu stehen. Häufig ist das nur die halbe Wahrheit.
Indem du Biographien liest, erkennst du, dass Menschen viele Niederlagen und Schmerz überwunden haben.
Das betrifft auch Menschen, die du heute vielleicht bewunderst.

16. Übe Demut vor dem Leben: Ja, du hast recht, das Leben ist nicht gerecht. Das Leben ist endlich und kann manchmal gemein sein. Sich die Endlichkeit, die persönlichen Schwächen und den eigenen UN-Perfektionismus vor Augen zu führen, kann heilsam sein.

17. Entdecke neue Handlungsspielräume: Was liegt in deiner Macht, was kannst du selbst tun, damit es dir besser geht?

18. Befasse dich mit deiner Zukunft. Entwerfe ein Bild davon: was könnte dich motivieren, antreiben, was würde sich lohnen?

19. Besinne dich auf deine Stärken und Fähigkeiten: Wie hast du schon andere schwierige Situationen gelöst? Was hast du bisher gut gemacht, was ist dir gelungen?

20. Formuliere ein erstes Etappenziel: Wo möchtest du gerne in der nächsten Woche ankommen?

 

Akzeptanz ist keine Technik, sondern eine Reise in eine andere Sicht des Lebens.

Akzeptanz bringt Ruhe und Frieden in deinen Geist und in deine Beziehungen.

Akzeptanz bedeutet nicht Zustimmung. Es ist aber das Beste, das du für deine Gesundheit tun kannst.

Der Buddhismus, der ja nicht zufällig im Westen so im Trend liegt, sagt dazu Folgendes:

Wir leiden nicht, weil wir gesündigt haben. Sondern wir leiden, weil wir blind sind. Weil wir ignorant sind. Weil wir die Welt nicht klarsehen können, wie sie wirklich ist. Weil wir die Welt anders haben wollen, als sie ist.

 

Und, Akzeptanz erfordert natürlich auch Mut. Mut, dich deinen Gefühlen zu stellen.

Deine Bea

 

 

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