Gratis-Online-Kurs: Stärke dich in schwierigen Zeiten zum Gratis Online-Kurs

In wenigen Tagen ist Ostern.

Ich erinnere mich gut, als ich als Kind aufgeregt auf die Oster-Suche ging.

Zum einen die Spannung, was wohl versteckt ist?

Wie schnell ich es finden würde?

Und gleich gefolgt von der Frage, wo das nächste Ei wohl liegen mag?

Wenn du mit dieser Verspieltheit an die folgende Übung heran gehst, dann ist sie nicht nur ein sicherer Weg glücklicher zu leben…

…sie macht auch noch Spaß!

Ich konnte an solchen Tagen immer 3 Typen von Suchenden erkennen:

  1. Diejenigen, die eher die anderen suchen lassen, weil sie glauben, ohnehin keins zu finden.
  2. Diejenigen, die wie beim Kampfsport von einem Ei zum nächsten hetzen (ohne den Fundus zu genießen und sich zu freuen).
  3. Diejenigen, die mit Vorfreude und Spannung sich vor allem der Suche hingeben, unabhängig vom Ei.

Schau einmal, zu welchem Typus du wohl gehörst…

 

Die ewige Suche

Die Suche nach etwas, das wir uns wünschen, hat viel mit unserer inneren Haltung zu tun. Weniger mit dem tatsächlichen Ergebnis.

Diese Haltung entscheidet darüber, ob du eher glücklich oder unglücklich bist. Ostereier, die du nicht suchst oder nicht sehen kannst, können dich auch nicht erfreuen.

Welche Haltung ist es, die dich darin unterstützt, solche Momente fest in deinen Alltag zu holen?

Die Haltung lautet:

Dankbarkeit.

Es gibt mittlerweile unendlich viele Studien, die belegen, dass ein Dankbarkeits-Tagebuch oder auch Dankesbriefe eine nachweislich positive Wirkung auf unsere Psyche und unser Gehirn haben. Dankbarkeit lindert Stress und negative Gefühle und wird mittlerweile durchgängig bei der Behandlung von Depressionen, Sorgen und Ängsten angewandt.

Und da diese negativen Gefühle einen enormen Einfluß auf unseren Körper haben, unterstützt Dankbarkeit auch unsere körperliche Gesundheit.

 

Dankbarkeit verändert dein Gehirn

Was hat die Forschung über das Thema Dankbarkeit heraus gefunden? Kann eine tägliche Übung wirklich dein Gehirn verändern?

Ja, sie kann.

In einer Studie beschreibt der Psychologe und Autor Dr. Christian Jarrett seine Ergebnisse (nach meinen Worten):

  • Dankbarkeit ist wie ein Muskel. Je häufiger und regelmäßiger wir ihn trainieren, desto stärker wird er. Damit verändert sich gleichzeitig dein Fokus, was du in deinem Leben wahr nimmst. Du suchst irgendwann gewohnheitsmäßig Ostereier, also Dinge, für die du dankbar bist.
  • Das „Gönner-Experiment“ zeigte, dass diejenigen, die ihren Besitz teilten, stärkere Gefühle von Dankbarkeit erlebten. Der Effekt „guten Taten“ anderen zukommen zu lassen, zeigte sich in den Hirnregionen nachweislich, die für positive Aktivitäten zuständig sind. Sie wurden quasi in Aktion gesetzt und angekurbelt.
  • Genauso konnte man eine Aufwärts-Spirale beobachten, die sich wechselseitig ankurbelte: je mehr die Probanten anderen von sich gaben, desto mehr verstärkten sich dankbarkeits-bezogene Handlungen.
  • Dankbarkeit zu empfinden und bei anderen Menschen durch eigene Aktivitäten Dankbarkeit auszulösen, haben eine gleiche positive Wirkung auf uns.

Die Forschung hat also längst die positive Wirkung von Dankbarkeit erkannt, wie du auch hier nachlesen kannst.

  • ReSource-Projekt, Max-Planck Institut für Kognitions und Neurowissenschaften Leipzig, Prof. Dr. Tanja Singer:

 

Das ReSource Projekt ist eine weltweit einzigartige, groß angelegte Studie zum mentalen Training mithilfe westlicher und fernöstlicher Methoden der Geistesschulung. Über einen Zeitraum von elf Monaten werden interessierte Laien an ein breites Spektrum von mentalen Übungen herangeführt, mit deren Hilfe verschiedene Haltungen und  Fähigkeiten, unter anderem auch die Dankbarkeit, trainiert werden. Insgesamt zielt das Training darauf ab, mentale Gesundheit und soziale Kompetenzen zu verbessern, um z.B. Stress zu reduzieren, mehr geistige Klarheit zu erlangen, die Lebenszufriedenheit zu steigern sowie andere Menschen besser verstehen zu lernen.

 

Dankbarkeits-Übungen werden in der Psychologie in zweierlei Hinsicht angewandt.

 

Übung 1

Lege dir ein kleines Büchlein an. Notiere dort täglich 5 Dinge, für die du heute dankbar warst.

Hattest du ein wenig Zeit für dich?

Hattest du ein leckeres Essen?

Warst du satt?

Konntest du einmal lachen?

Gefällt dir ein Gegenstand in deiner Wohnung besonders gut- bist du froh, dass du ihn hast?

Hat dich ein Unbekannte/r angelächelt?

Hattest du ausreichend Wasser?

Die Wiese ist voller bunter Ostereier, suche sie!

Diese Übung solltest du mindestens 3 Wochen lang schriftlich machen, damit sie sich automatisiert. Danach kannst du sie als kleines Ritual ablaufen lassen, auch in Gedanken.

Wenn du eher spielerisch an die Sache heran gehen möchtest, dann mach es vielleicht so:

stelle ein großes Glas auf, z.B. ein Einweckglas. Immer, wenn du etwas erlebt oder erfahren hast, wofür du dankbar bist, schreibe es auf einen kleinen Zettel. Deine Zettel sammelst du in diesem Glas.

So kannst du auch in schlechten Momenten einen Zettel ziehen und dich erinnern……

 

Übung 2

Helfe oder unterstütze andere. Mache Ihnen ein Kompliment, ein Lob, sag ein DANKE.

Aufrichtig, angemessen und authentisch.

Das dürfen wirklich kleine Gesten sein, nicht die große gönnerhafte Charity-Veranstaltung.

Beobachte, wie du das Gesicht eines anderen Menschen zum lächeln bewegst. Wie du ihn mit deinen Worten oder Gesten erfreust.

Halte eine Tür auf, belustigte Menschen, mache ihnen ein aufrichtiges Kompliment!

Das Gefühl der Dankbarkeit wird zu dir zurück kommen, du wirst es spüren.

 

Wenn es nicht klappt

Manchmal stecken wir so tief im Nebel, dass es uns fast ironisch vorkommt, nun auch noch dankbar sein zu „müssen“. Sind da nicht ausreichend Gründe, weshalb wir uns gerade schlecht, traurig, einfach down oder unzufrieden fühlen?

Kurzum, manchmal will es einfach nicht so recht klappen mit der Dankbarkeit.

In diesen Situationen gehst du etwas anders vor:

Halte dir vor Augen, welche schlechten Momente du selbst bewältigt hast oder andere Menschen in ihrem Leben haben.

Was immer hilft, ist, wenn du die Nachrichten hörst, dort gibt es ausreichend Beispiele.

Gehe in ein Krankenhaus, in ein Pflegeheim, ein Waisenhaus oder durch ein herunter gekommenes Stadtviertel. Lass das auf dich wirken. Möchtest du jetzt gerade mit jedem dort tauschen?

Auch wenn du es manchmal glauben magst, aber die Welt ist nicht überall glitzernd und besser, als bei dir.

Und dann notiere Folgendes:

ich bin dankbar, dass ich heute nicht……..

…dort wohne, alt und dement bin, hungrig, gebrechlich, krank, beschämt bin………

 

Der größte Feind der Dankbarkeit ist die Selbstverständlichkeit!

 

Ich wünsche dir auf deiner Suche viele bunte Momente.

Und natürlich an Ostern, viele schöne Ostereier!

Ich freue mich, wenn du mit uns teilst, was du gefunden hast. Teilen heilt, nicht wahr?

Nur Mut!

Deine Bea