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Wenn du etwas mehr Mut hättest, was würdest du tun?
Die Stelle kündigen, der Freundin mal die Meinung sagen oder endlich mal nach New York? Warum tust du es nicht? Dieser Artikel zeigt dir, warum du wahrscheinlich bisher an deinem Vorhaben gescheitert bist und was in Wahrheit dein Verhalten steuert.

 

Ein Phänomen, das auf den ersten Blick paradox klingt.

Vielleicht hast du es selbst schon erlebt:

Tust du manchmal Dinge, die du eigentlich gar nicht willst?

Oder anders gefragt: Machst du Dinge, die nicht dem entsprechen, was du willst?

Hier einige Beispiele dafür:

Du übernimmst die Präsentation, auch wenn der Kollege mehr Zeit hat.

Du verharrst im Job, der dich unglücklich macht.

Du fährst in die Berge, obwohl du lieber in New York wärst?

In diesen Situationen sagt dein Kopf: „Hey, du solltest  …“.  Doch eine ‚magische‘ Kraft verführt dich, es zu nicht tun.

Offenbar gibt es etwas, das dafür sorgt, dass alles beim Alten bleibt.

Und das hat nichts mit fehlendem Geld oder Mut zu tun. Meistens nicht😉.

Was erklärt dieses Verhalten?

Und welche Motivation versteckt sich dahinter, die unsere Alltags-Strategien formt?

 

Die Bedeutung unserer Grund-Bedürfnisse

Wir tun nichts ohne eine Motivation. Dieser Antrieb entspringt unseren menschlichen Grund-Bedürfnissen.

Grund-Bedürfnisse sind die inneren Antreiber, die unser Handeln lenken. Kennst du deine Mitspieler, wird es dir möglich, mit ihnen „zu verhandeln“. Ansonsten wirken sie unerkannt im Hintergrund – und sie werden siegen!

Weil Grund-Bedürfnisse tief in unserem „Reptiliengehirn“ (Hirnstamm) verankert sind. Wir können sie trotz gutem Willen nicht einfach so abtrainieren.

Und sie haben ihre Berechtigung. Nur dürfen wir lernen, zielführend mit ihnen umzugehen.

Dann haben wir die tolle Chance, so zu handeln, wonach sich unser Herz sehnt.

Beispielsweise einer Arbeit nachgehen, die erfüllt. Oder auch Menschen in ihre Schranken weisen, wenn dies notwendig ist.

 

 

Die 6 Grundbedürfnisse nach Anthony Robbins

Es gibt verschiedene Wege, Bedürfnisse einzuteilen. Die Psychologie wählt andere Ansätze als die Soziologie oder die Wirtschaft. Keine widerspricht der anderen. Auf den Blickwinkel kommt es an. Hier folge ich einem Ansatz von Anthony Robbins, einem bekannten Persönlichkeitstrainer.

 

1. Das Grund-Bedürfnis nach Sicherheit

Sicherheit heißt erst einmal, dass wir das haben, was wir grundsätzlich zum Leben brauchen. Dass wir mit dem Notwendigen versorgt sind (danach orientiert sich auch die Pyramide nach Maslow). Wir benötigen natürlich Nahrung, Kleidung, ein Dach über dem Kopf.

Sicherheit bedeutet auch Schutz, Orientierung und die Sicherheit vor körperlichen und seelischen Übergriffen. Sicherheit kann ebenso durch Beziehungen, Gewohnheiten, Regeln und Routinen erreicht werden.

Sogar der verhasste, aber bekannte Job bietet Sicherheit.

Denn verlassen wir das Bekannte, wissen wir erst einmal nicht, was folgt. Wird der nächste Job überhaupt besser?

Unser Bedürfnis nach Sicherheit scheint gefährdet.

Auch Essen, schlechte Beziehungen, Süchte sorgen für Sicherheit. Sie beruhigen uns auf eine Weise. Ihr Verzicht würde im ersten Moment Stress erzeugen. Stressvermeidung – der Grund, weshalb wir nichts verändern.

Krisen stellen unser Sicherheits-Bedürfnis besonders hart auf die Probe. Wir drohen, den Boden zu verlieren. In Not könnte uns der Glaube oder eine Religion helfen, wieder Halt und Sicherheit zu finden.

Heute kämpfen wir natürlich weniger um das pure Überleben, eher mit Dingen wie der Angst vor einem Börsencrash oder Veränderungen, die wir nicht mehr im Griff haben.

Kontroll-Verlust macht den Deutschen am meisten Angst

 

 

 

 

 

2. Das Grund-Bedürfnis nach Abwechslung

 

Sicherheit ist wichtig. Dennoch kann sie unser Leben auch starr und langweilig machen.

 

Genau das Gegenteil suchen Menschen in der Abwechslung.

 

Es kann Spaß machen, zum Beispiel einen neuen Sport zu erlernen oder eine neue Sprache. Körper, Geist und Seele suchen stets nach neuem Input oder einer neuen Herausforderung im Beruf. Nicht umsonst fallen viele Langzeitarbeitslose in einen regelrechten „Trott“, verspüren Leere und Antriebslosigkeit. Niemand mag Eintönigkeit oder Langeweile. Wir lieben Entertainment, neue Reize und eine bunte Vielfalt.

 

„Abwechslung“ ist auch eine besondere Herausforderung für langjährige Beziehungen. Vor allem dann, wenn dieses Bedürfnis an 1. oder 2. Stelle der Grund-Bedürfnisse steht.

 

Der chronische Fremdgeher dagegen sucht diese Abwechslung bei anderen. Er versucht dadurch, der Routine zu entkommen. Das führt sicher nicht zu stabilen Beziehungen, aber im ersten Moment wird sein Bedürfnis gestillt – zumindest kurzfristig oder immer wieder aufs Neue.

 

Abwechslung wirkt wie eine Stimulation. Wir brauchen sie, damit wir lebendig und rege bleiben.

 

Entscheidend ist, wodurch wir diese Stimulation erreichen. Mit einem Kick beim Bungee-Jumping oder indem wir neue Menschen kennenlernen?

 

 

 

3. Das Grund-Bedürfnis nach Beziehungen

 

Bleiben wir kurz beim Thema Beziehungen. Der Mensch ist zwar nicht immer treu, aber dennoch ein Rudeltier.

 

Dein Rudel kann aus 2 oder 200 Menschen bestehen.

 

Nähe, die Verbindung zu Menschen, ist eines der Grund-Bedürfnisse schlechthin. Es ist auch eng mit dem 1. Grund-Bedürfnis nach Sicherheit gekoppelt. Der Mensch ist nicht für die Einsamkeit und Isolation geschaffen. Wir brauchen Menschen in unserem Leben, denen wir uns bedenkenlos öffnen können.

 

Bestimmt kennst du dieses befreiende Gefühl, wenn du dich bei einem Freund fallen lassen kannst. Nähe kann in verschiedenen Formen entstehen: in einer Beziehung, in Freundschaften, Arbeits-Teams, Vereinen oder in der Familie.

 

Beziehung beschreibt auch die Art, wie wir zu uns selbst stehen.

 

Ob wir uns mögen und annehmen können.

 

 

 

4. Das Grund-Bedürfnis nach Bedeutung

 

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Einen Sinn im Leben suchen“. Welchen Sinn kannst du deinem Leben geben?

 

Was macht dein Leben lebenswert?

 

Auch du suchst deinen Platz im Leben, möchtest erwünscht, gemocht und anerkannt werden. Das kann im Beruf sein oder mittels eines Hobbys. Es muss sinnhaft sein, dich ausfüllen. Ein Job, der dich nicht erfüllt, kann dich innerlich sterben lassen.

 

Welche Fähigkeiten zeichnen dich speziell aus?
Worauf bist du stolz? Wo bist du wichtig, unentbehrlich?

 

Was möchtest du gerne zeigen? Wodurch erweckst du Aufmerksamkeit?

 

Wir erreichen Aufmerksamkeit auch durch ein Piercing, indem wir uns verrückt kleiden oder durch auffallendes Verhalten. Selbst Krankheit kann die Aufmerksamkeit erhöhen – klingt abstrus, oder?

 

 

 

5. Das Grund-Bedürfnis nach Wachstum

 

Wachstum ist wesentlich für viele von uns. Allerdings hat nicht Jeder ein gleich starkes Bedürfnis danach.

 

Die Bedürfnisse nach „Wachstum“ und „Beitrag“ brauchen wir nicht dringend zum Überleben. Es dient unserer Weiter-Entwicklung.

 

Dennoch, nichts steht still im Leben. Pflanzen wachsen, Menschen, Tiere. Alles folgt einer Entwicklung.
Auch die Erde entwickelt sich kontinuierlich weiter. Die Wissenschaft würde ohne Entwicklung keine neuen Erkenntnisse liefern.

 

Du würdest noch heute mit Feuer oder Kerze leben. Gäbe es nicht Menschen, die ein Bedürfnis nach Wachstum hätten.

 

Auch du entwickelst dich täglich weiter, ob du willst oder nicht. Warum also nicht bewusst steuern, wohin du dich entwickeln willst?

 

 

 

6. Das Grund-Bedürfnis nach einem Beitrag zur Evolution

 

Beitrag zur Evolution klingt zunächst etwas hochgestochen.

 

Gemeint ist, dass wir nicht nur nehmen, sondern auch geben. Einen Beitrag leisten.

 

Dies kann beispielsweise durch eine Blutspende geschehen oder du hilfst einem Menschen in Not. Es kann eine Vereins-Tätigkeit sein bei der freiwilligen Feuerwehr. Es sind Kleinigkeiten im Alltag. Wenn du einer älteren Person aus dem Bus hilfst, könntest du auch ein kleines Glücksgefühl verspüren, etwas Gutes getan zu haben.

 

 

 

 

Was deine Grund-Bedürfnisse prägt

 

Die ersten 4 Grund-Bedürfnisse hat jeder Mensch, egal, wo er auch lebt. Unser Gehirn hat diese Bedürfnisse seit Millionen von Jahren. Sie lassen sich nicht ändern.

 

Und das aus gutem Grund: Sie sichern unser Überleben von Kindheit an.

 

Mit dem Älterwerden prägen uns Erziehung und Werte.

 

Wir lernen aus unseren Erfahrungen. Wir erproben Strategien , die erfolgreich oder weniger erfolgreich waren.

 

Die Erfahrungen und die Prägung hinterlassen einen Stempel. Solange, bis wir lernen, weniger automatisiert zu reagieren.

 

Grund-Bedürfnisse sind zum einen also biologisch verankert.

 

Andererseits ist vieles durch die Biographie gelernt.

 

Natürlich können heute unsere Bedürfnisse hinter dem Verhalten hinterfragen. Und damit neu anpassen lernen.

 

Worin unterscheiden wir uns nun?

 

Der Abenteurer setzt „Anregung“ an seine 1. Stelle von Grund-Bedürfnissen, ein Angestellter setzt eher auf „Sicherheit“. Steckt einer von beiden in „falschen Schuhen“, wird er damit nicht glücklich werden.

 

Um nun herauszufinden, wie du deine Grund-Bedürfnisse gewichtest, beachte die nachfolgenden zwei Schritte.

 

 

 

 

Wie du deine Grund-Bedürfnisse erkennst – 1. Schritt

 

Du weißt jetzt: Wir Menschen tun viel, um ein Grund-Bedürfnis sicherzustellen. Besonders, wenn es an 1. oder 2. Stelle für uns steht.

 

(Grund-Bedürfnisse 5 und 6 zählen zu den seelischen Wünschen auf einer höheren Ebene.)

 

Wir tun auch Dinge, die uns sogar schaden. Manchmal schauen Außenstehende zu und verstehen nicht, warum sich jemand schlecht behandeln lässt. Oder sich unendlich aufopfert. Genau – ohne Beziehungen wäre ein wichtiges Bedürfnis nicht erfüllt. Dies würden wir als eine Bedrohung empfinden und daher wie auf Knopfdruck darauf reagieren.

 

Je klarer dir ist, WOFÜR du etwas tust, desto besser kannst du deine Veränderung steuern.

 

Was sind deine 2 wichtigsten Motive?

 

Bleibst du lieber im Job, obwohl er deine Energie absaugt, bevor du die Sicherheit aufs Spiel setzt? Dann ist Sicherheit ein sehr wichtiges Bedürfnis für dich.

 

Reist du gerne an gleiche Orte, bist immer mit den gleichen Menschen zusammen und tust dich schwer, etwas Neues auszuprobieren? Dann ist Sicherheit (Routine) auch hier dein Favorit.

 

Oder ist es eher so, dass die Beziehung zu Menschen, Freunden, Familie, zu deinen Kindern, deinem Partner an erster Stelle steht? Was investierst du, damit dieses Bedürfnis erfüllt wird? Bis zu welchem Maß und über deine Grenzen hinaus aus Angst vor Verlust?

 

Frage dich gleichzeitig, wie stark und wichtig die Beziehung zu dir selbst ist?

 

Oder Aufmerksamkeit: Wodurch bekommst du Bedeutung? Wo bist du unersetzlich, wirst gebraucht?

 

Wie wichtig ist dir Abwechslung? Oder liebst du die gewohnten Dinge? Veränderst du dich gerne, probierst du gerne Neues aus? Suchst du neue Hobbies? Lernst gerne neue Menschen kennen?

 

Dann ist dieses Bedürfnis stark bei dir ausgeprägt.

 

Bestimme jetzt deine 2 wichtigsten Motive und gehe dabei auch in verschiedene  Lebensbereiche.

 

 

 

 

Wie du deine Grund-Bedürfnisse gut erfüllst – 2. Schritt  

 

Unser Leben gerät dann ins Wanken, wenn ein wichtiges Bedürfnis unerfüllt bleibt. Zum Beispiel durch einen Jobverlust. Sicherheit, Bedeutung, vielleicht auch Abwechslung können bedroht sein.

 

Einige fallen in tiefe Depression, fühlen sich gelähmt und „gegen die Wand gefahren“. Das Reptiliengehirn schlägt Alarm.

 

Wie schließen wir die Lücke sinnvoll? Indem wir ganz bewusst neue Dinge in unser Leben holen, die diese Bedürfnisse gleichermaßen erfüllen: z.B. neue Tagesabläufe, ein neues Hobby, eine erfüllende Freundschaft oder eine Tätigkeit, bei der wir gebraucht werden.

 

Wenig hilfreich ist es, wenn wir die Lücke durch etwas schließen, das uns langfristig schadet:

 

Gemeint sind alle Formen von Abhängigkeit und Süchten, von Verlustängsten, Kontrollzwängen, Angeberei, Aufopferung. Das sind nur einige Beispiele.

 

 

 

 

Fazit und meine Fragen an dich

 

Welche Grund-Bedürfnisse stehen für dich an oberster Stelle?

Wenn du diese Bedürfnisse festgelegt hast, folgt der 2. Schritt: Was tust du, damit du sie erfüllst?

Sind diese Wege hilfreich oder werfen sie Probleme auf?

 

Der Job, der zwar Einkommen und Ansehen beschert, dich aber an den Rand des Burnouts führt.

 

Die Beziehung, die dir Gewohnheit und Sicherheit gibt, aber in der Routine erkaltet.

 

Das Essen, das dich zwar im Stress beruhigt, aber zu Frust führt, weil du immer dicker wirst.

 

Die Migräne am Wochenende (ein häufiges Phänomen), an der du leidest, dir aber dadurch auch Ruhe schenkt.

 

Protokolliere jetzt selbst in deinem Alltag.

 

Worin wirst du begrenzt? Was wäre möglich, wenn du neue Wege fändest, dein Bedürfnis nach Sicherheit, Abwechslung oder Verbindung herzustellen?

 

Lass mich teilhaben!

 

Ich freue mich riesig über deinen Kommentar.

 

Nur Mut,

 

deine Bea

 

 

 

 

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