Gratis-Online-Kurs: Stärke dich in schwierigen Zeiten zum Gratis Online-Kurs

Stelle Dir vor, du hast Lust auf Saures.

Es ist nichts anderes zu Hause, und du nimmst eine große, reife und saftige Zitrone.

Stelle dir weiter vor, dass du sie vor dich auf den Tisch legst und betrachtest.

Dann nimmst du dir in Gedanken ein Messer und teilst die Zitrone in der Hälfte. Dabei tropft ihr Saft ein wenig auf den Tisch.

Vielleicht kannst du schon deinen Speichel wahrnehmen oder spürst, was sich in deinem Mund verändert?

Jetzt nimmst du die eine Hälfte und führst sie zum Mund.

Was geht dir durch den Kopf? Was spürst du auf deiner Haut?

Mach nun einen kräftigen Biss hinein.

Und?

………

In diesem Artikel erfährst du:

  1. Ein Gedankenexperiment
  2. Die unterschätzten Auswirkungen unserer Gedanken auf unseren Körper, unsere Reaktion und unsere Gefühle
  3. Die häufigsten Gedanken-Spiralen, und wie sie immer schneller werden
  4. Wie wir die Notbremse ziehen können
  5. Einen Ausblick zum Weitermachen

 

Was ein Gedankenexperiment in uns auslösen kann

Wir haben uns beim Durchlesen vorgestellt,dass wir eine Zitrone essen.

Wir haben uns nur vorgestellt, dass wir etwas tun. Und die Reaktion darauf war die gleiche, als hätte es tatsächlich statt gefunden. Es fand jedoch nur in unserem Kopf statt!

Wahrscheinlich hast du gespürt, dass deine Vorstellung im Kopf Einfluss auf deinen Körper, deine Reaktion (Handlung) und dein Gefühl hatte.

Vielleicht hast du eine Gänsehaut bekommen, dein Magen hat sich zusammen gezogen (Körper), oder du hast dich geschüttelt (Reaktion) – allein bei dem Gedanken an die Zitrone. Du hast quasi gespürt, wie sich der Speichel in deinem Mund zusammen zieht.

 

Die umwerfende Wirkung unserer Gedanken auf unsere Gefühle

Schon die bloße Vorstellung einer bestimmten Aktion oder Situation hat Einfluss auf unseren Körper, unsere Reaktion und unser Gefühl hatte. Unsere Gedanken bestimmen uns. Sie machen uns zu dem, was wir sind.

Wir stellen uns wegen einer unbekannten Situation oft vor, dass wir eine Prüfung nicht schaffen, dass der Chef unzufrieden mit der vorbereiteten Präsentation sein wird oder ein Kunde uns wegen einer schlechten Nachricht anfahren wird. Die Vorstellung davon löst sofort etwas in uns aus. Meistens sacken wir in uns zusammen, fühlen uns schlecht und gestresst oder versuchen, die unbekannte Situation noch mit aller Kraft hinzubiegen. Sie wird möglicherweise nicht eintreten. In unseren Gedanken existiert sie trotzdem.

Egal, ob unsere Gedanken positiv oder negativ sind, schnell oder langsam, sie beeinflussen immer unseren seelischen und körperlichen Zustand!

Warum ist das so wichtig?

Was wir denken, bestimmt , wie es uns geht. Auch wenn es uns nicht bewusst ist. Unsere Lebensqualität hängt davon ab, wie wir denken.

Gedanken  sind dafür verantwortlich, dass Betroffene z.B.bei Ängsten, Depressionen, Zwängen so stark leiden.  Auch Menschen, die sehr perfektionistisch sind, ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle haben oder unter Selbstwert-Problemen leiden,  sind es immer ihre Gedanken, die im Mittelpunkt ihres Leidens stehen.

Diese Menschen sind nicht „verrückt“ oder „krank“, sondern ihre negativ gefärbten Gedanken haben das Oberwasser in ihrem Leben bekommen.

Sie sind sich

  1. nicht bewußt, was sie denken
  2. nicht bewußt, wie sie denken
  3. sie haben noch keinen wirksamen Weg entdeckt, ihre Gedanken zu verändern.

Die Verhaltenstherapie beschäftigt sich mit den eigenen Gedanken. Das Ziel ist dabei, eine Verhaltensänderung herbeizuführen. Gedanken können nämlich eine gemeine Eigendynamik entwickeln und sich zu sogenannten Gedanken-Spiralen entwickeln.

Jeder, der irgendwann einmal Sorgen hatte, einen völlig überlasteten Alltag, eine Lösung für eine Situation finden musste, Ängste hatte, kennt es. Dass uns „der Kopf platz“, „sich alles nur noch dreht“ und deine „Gedanken sich überschlagen“. Immer schneller, immer schneller werden bis wir völlig erschöpft am Ende des Tages froh sind, nur noch den Fernseher anzuschalten und damit deine Gedanken auszuknipsen.

Verständlich.

Denn Kopfkino ist ein starker Energieräuber. So als würden wir täglich einen Marathon laufen. Nur wohin? Es ist kein wirkliches Ziel in Sicht. Wie Endlosschleifen kreist es in unserem Kopf, ohne eine wirkliche Lösung.

Ein Gedanke, der nie bis zu seinem Ende durchdacht wird, findet keine Ruhe. Oft steckt etwas dahinter, das weit über das hinausgeht, was wir gerade meinen. Wie wir unseren wahren Befürchtungen hinter unseren Gedanken auf die Spur kommen, kann man hier nachlesen.

Wie du in dem Zitronen-Experiment erkannt hast, folgt jedem Gedanken eine körperliche Reaktion. Schau dir doch dazu nochmal den Peanuts-Catoon an. Der Körper zeigt uns unmittelbar, wie es in deinem Kopf aussieht: Verspannungen, Körperhaltung, Nervosität und ähnliches.

Das heißt aber auch, dass Gedanken körperlich krank machen können. Sie trennen den Kopf vom Körper ab, so dass beides nicht mehr miteinander in Verbindung steht. Wir spüren uns nicht mehr, sind ganz „im Kopf“ gelandet. Ich behaupte, dass das auf die meisten Menschen zutrifft. Aber nicht nur das Getrennt-sein von unserem Körper kann gefährlich sein. Sehr viele Krankheiten finden darin ihre Ursache, Bsp. Migräne, Herzerkrankungen, Bluddruck und einige mehr.

Viele Menschen müssen erst wieder lernen, sich wahrzunehmen. Ihren Körper wahrzunehmen. Dieser Weg ist oft leichter, als sich bewusst zu werden, was da im Kopf herum spukt.

 

Gedanken-Spiralen entlarven

Diese Gedanken-Kinos, die uns im Alltag wie die Tentakel eines Oktopusses gefangen halten, sind die folgenden:

1. Die Stress-Spirale

Kaum klingelt der Wecker hetzen wir in den Tag los und wissen schon beim Zähneputzen kaum wo wir beginnen soll. Glücklich schätzen sich die, die viel auf einmal hinbekommen, die Multi-Tasker. Bei keiner Tätigkeit sind wir jedoch mit unserer vollen Aufmerksamkeit dabei. Es fühlt sich für an, wie ein „Ab-arbeiten“ von Verpflichtungen. In deinem Kopf herrscht ein hektisches Grundrauschen und die antreibenden Stimmen, die auf nichts verzichten wollen und unersättlich sind.

2. Die Lösungs-Druck-Spirale

In unserem  Leben hat sich ein fettes Problem eingenistet. Fies und gemein hockt es jeden Tag da und treibt uns immer wieder in die gleiche Verzweiflung, so sehr wir auch über Lösungen nachdenken. Das Problem hat uns quasi blind gemacht. Alles dreht sich nur noch um „Es“. Ganz besonders Menschen, die sehr lösungsorientiert denken, verzeihen sich diese Hilflosigkeit kaum. Es deutet sich Schwäche an und kann bis zur Verzweiflung führen.

Lösungen entstehen niemals im Kopf. Deshalb sind sie dort gefangen. Mag dein Verstand uns sagen, was er will. Wenn wir ausschließlich im Kopf eine Antwort suchen, haben wir den Abstand verloren und treiben uns selbst in die Enge. Ein teuflischer Kreislauf mit Grübel-Folgen.

3. Die Sorgen-Spirale

Unbestimmte Ängste in ein richtiges Leidenstal. Die Bandbreite reicht von der Befürchtung über schlechtes Wetter bis zum Hypochonder-Dasein. Unser Grundgefühl ist dabei von Angst geprägt. Keine Maßnahme wird ausreichen, solche Sorgen-Fantasien in den Griff zu bekommen. Diese Gedanken treiben weiter ihr Unwesen, wenn wir ihre Macht nicht aufdecken.

4. Die Selbstabwertungs-Spirale

Selbstunsichere Menschen neigen dazu, sich für viele Fehler und Ereignisse verantwortlich zu machen. Selbst dann, wenn sie gar nicht ausschließlich in ihrer Macht liegen. Ständig zweifeln sie, ob es an ihnen gelegen hat, oder sie einen Fehler gemacht haben. Ein schiefer Blick, ein Arbeitsfehler oder eine falsche Reaktion hinterlassen bei ihnen den faden Geschmack des Selbstzweifels. Ihre Wahrnehmung hat sich darauf eingestellt, sich in Frage zu stellen und immer weiter zu demoralisieren. Diese Vorwürfe tragen sie lange Zeit mit sich herum. Wird dieses Gedankenmuster generell und allgegenwärtig, können diese Menschen in eine Depression verfallen.

 

Ausweg: Leitfaden zur Gedankenkontrolle

Ein Ausweg aus all diesen Spiralen ist die Gedankenkontrolle. Wir müssen den Gedanken-Stress im Kopf wieder unter Kontrolle bringen. Nur so entstehen echte Lösungen. Dazu benötigen wir etwas Vorbereitung und Zeit.

Schritt eins beginnt damit, den Kopf aufzuräumen. Hast du 15 Minuten Zeit dafür?

1.Bringe deine Gedanken zu Papier

Die Methode des gedanklichen Frühlingsputzes machst du am besten auf Papier. Schreiben beruhigt deine sausenden Gedanken ungemein. Kein Mensch kann so schnell schreiben, wie er denkt.Also muss sich das Tempo angleichen. So bekommst du bereits ein Gespür davon, wie schnell und unbewusst deine Gedankengänge sind. Schreibe am besten täglich

Zum Aufräumen benötigen manche Menschen eine Struktur. Vervollständige dazu die folgenden Sätze, und schreibe dabei einfach drauf los:

– Ich muss…

– Ich sollte…

– Wenn ich…, dann…

– Das ist nur so, weil ich…

– Ich habe Sorge, dass…

– Meine größte Befürchtung ist, …

– Es ärgert mich, dass… Was denke ich deshalb über mich?

Nun hast du bereits eine Idee, welches Gedankenmuster dich im Griff hat.

Geht es eher um Stress, im Sinne von: Wo fange ich an? Oder zweifels du häufig an dir? Hast du viele Ängsteund Befürchtungen?

2. Sortiere deine Gedanken

Zum Aufräumen gehört das Sortieren. Wir können unsere Gedanken grundsätzlich in drei Kategorien einteilen:

Die 1. Kategorie

Sammle alles, was zu erledigen ist. Gehe dann mit dem Rotstift durch und frage dich, worauf du verzichten kannst? Was ist dringend, was aufschiebbar? Habe dabei immer im Blick, dass du dich ent-lastest und einen klaren Blick für das Wichtige in deinem Alltag bekommst. Erledige das Dringende zuerst, getoppt von dem Unangenehmsten

Die 2.Kategorie

Was beschäftigt dich, liegt aber nicht in deiner Macht? Was ist unabänderlich wie etwa das Wetter? Willst du dich tatsächlich weiter damit grämen? Oder gibt es auch eine andere, bessere Sicht, diesen Zustand, diese Tatsache oder dieses Ereignis zu bewerten?

Als Beispiel könntest du bei Regen deine Zeit für Dinge nutzen, die liegen geblieben sind. Oder lese, Musik hören, ausruhen.

Die 3. Kategorie

Bei welchen Gedanken brauchst du einen neuen, anderen Zugang, weißt aber noch nicht genau welchen? Vielleicht kannst du ein Muster erkennen, wopmit du gedanklich oft verhaftet bist.

Geht es darum, dass du dich oft über andere oder über dich selbst ärgerst? Was ist es, was du gerne anders hättest und wie wäre das grundsätzlich möglich?

3. Bleibe bei dir

Wie gerne erzählen wir anderen von unseren gedanklichen Szenarien und drehen uns immer weiter im Kreis. Immer tiefer in das Drama hinein mit all seinen Möglichkeiten und Befürchtungen. Wir wiederholen unsere eigene Sicht  immer wieder. Kommt ein Impuls von außen, dann wird er sofort zunichte gemacht. Auf uns selbst nicht anwendbar.

Deshalb ist es ein heilsamer Weg, dich selbst darin zu stoppen. Auch das verbale Ausbreiten trägt dazu bei, deine Gedanken zum Aufblühen zu bringen. Erinnerst du dich, was die Folge ist?

 

Fazit

Wir malen uns oft aus, dass eine bestimmte Aktion oder Situation eintritt. Diese Gedanken haben automatisch Einfluss auf unseren Körper, unsere Reaktion und unser Gefühl.

Mit einfachen und leicht umsetzbaren Techniken können wir diese Gedanken besser kontrollieren und in Positiveres umwandeln. Mit dem Leitfaden zur Gedankenkontrolle kannst du dir deine Gedanken aktiv bewusst machen, sie priorisieren und bei dir selbst bleiben. Damit steuerst du dich und dein Leben. Deine Gefühle und deine Reaktion bekommen Kontrolle. Durch dich! Dein Körper wird ruhiger.

Hast du nach diesen ersten wirksamen Strategien gegen deine Gedankenwelt bereits erste Erfahrung, dass der Druck im Kopf ein wenig nachgelassen hat?

Wenn du noch mehr über das Eigenleben deines Kopfkinos erfahren möchtest und weiter Kontrolle erlernen willst, dann trage dich gerne in meinem Newsletter ein oder schicke mir einfach eine Mail.

Ich freue mich darüber, nur Mut!

Deine Bea