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Hast du schon einmal ein Erdmännchen gesehen?

Erdmännchen leben in kleinen Erdbauten und sind scheue Tierchen. Kaum nähert sich jemand, oder werden sie durch ein Geräusch aufgescheucht, sind sie flugs in ihrem Bau verschwunden. Selbst wenn sie schlafen, hält immer ein Tier im Rudel Wache, um einander rechtzeitig vor Gefahren zu warnen. Weit entfernen sie sich niemals von ihrem Loch, dazu haben sie viel zu viel Angst. Es kommt aber auch vor, dass ihnen das Futter ausgeht und deshalb verhungern.

Kennst du so ein nervöses, ängstliches und gelähmtes Erdmännchen auch in deinem Umfeld?

Oder bist du vielleicht selbst eines, zumindest in manchen Situationen?

Kaum geht es um ein heikles Thema, ist ein solches menschliches Erdmännchen schon in seinem Bau verschwunden. Es steckt erst dann wieder die Nase hervor, wenn die Luft rein ist, die Situation gelöst ist.

Natürlich sind wir keine Erdmännchen. Aber wir greifen auch gerne mal auf Lösungen zurück, die uns vermeintliche Sicherheit versprechen. Leider fallen uns diese als Pseudo-Sicherheits-Lösung irgendwann wieder vor die Füße. Denn sie halten uns immer weiter in unserer Angst und Unsicherheit gefangen.

Damit werden wir zu ihrer Geisel. Wir bleiben nervös oder gelähmt und können so die heikle Situation in unserem Leben nicht lösen.

 

Menschen sind Erdmännchen

Das Leben ist ein Fluß von stetigen Änderungen unserer derzeitigen Situation. Manchmal können wir sie kontrollieren und manchmal stehen wir Situationen gegenüber, die uns völlig überwältigen.

Zum einen können das einschneidende Ereignisse sein, die wir weder steuern, noch verhersehen können:

  • Der Verlust des Arbeitsplatz
  • Eine Krankheit
  • Die Trennung von einem nahestehenden Menschen
  • Finanzielle Sorgen…

Schlagartig verändert sich alles.Und das fühlt sich tatsächlich an wie ein Schlag! Spätestens jetzt sind wir gezwungen, etwas Neues auszuprobieren. Ob uns die Ereignisse erschlagen oder wir daran wachsen, diesen Hebel kannst du in die Hand nehmen.

Eine Chance steht an.

Auf der anderen Seite können krisenhafte Situationen eher schleichend in unser Leben kommen. Wir spüren regelrecht, wie sie wie ein Feind auf der Lauer liegen und sich stetig nähern. Angesichts dessen fühlen wir uns unwohl, hilflos, frustriert und ängstlich.

Warum ahnen wir zwar das Unheil, aber handeln nicht?

Das liegt daran, dass die wenigsten Menschen Veränderungen mögen, noch gut mit ihnen gelernt haben, umzugehen.

Tatsache ist jedoch, dass wir ohne unsere Fähigkeit , uns zu verändern, wir nicht auf dieser Welt wären: Wir wären nicht von Kleinkind zum Teenager geworden und in das Leben eines Erwachsenen hinein gewachsen. Rufen wir uns das einmal in Erinnerung: Was haben wir bisher in unserem Leben alles ausprobiert, wie wir uns entwickelt haben….und wir haben es geschafft.

Die Angst vor Veränderung ist Kopfsache. Realität ist, dass wir die meisten Veränderungen bisher doch ganz gut gemeistert haben. Dadurch haben wir bereits eine innere Resilienz, also Widerstandskraft entwickelt, und wir tun dies jeden Tag durch stetig wechselnde Situationen: Der Chef, der eine Änderung des Berichts möchte, die Kinder, die auf einmal krank werden, die Partnerschaft, die uns vor eine neue Herausforderung stellt.

Doch was können wir tun, um einschneidendere Situationen besser zu meistern und unsere Resilienz mehr zu nutzen?

 

Rituale für mehr Resilienz

In solchen Momenten fallen wir zunächst in die „Erdmännchen-Technik“ zurück. Wie sehen diese in menschlichen Verhalten aus?

  • Viel reden, keine Handlung
  • Harte Tatsachen schön reden
  • verdrängen, nach dem Motto: was nicht sein darf, ist nicht
  • Uns in Erklärungen verstricken
  • Aufschieben bis…
  • Die Schuld im Aussen suchen
  • Siche selbst bemitleiden, warum ich?
  • In der Vergangenheit hängen bleiben
  • Sich mit dem aktuellen IST abfinden- im Tierreich „sich ergeben“.

Diese Strategien sind für eine bestimmte Zeit ganz natürlich und nachvollziehbar.

Die entscheidende erste Hürde raus, um einen ersten Schritt in Richtung Veränderung zu machen, machen wir durch neue Rituale.

Entscheidende Rituale, um unsere Resilienz zu fördern sind:

  • Weniger reden, besser kleine neue Handlungen umsetzen
  • Sich den Tatsachen stellen
  • Ursachen von Problemen lösen
  • Aktiv werden
  • Die eigenen Einflussmöglichkeiten entdecken
  • Verantwortung für das persönliche Wohl übernehmen
  • Die Fähigkeit steigern, im Augenblick zu sein
  • Die eigenen Ziele kennen oder entdecken.

 

Der Blick in die Zukunft

„Lieber verhungern, als gefressen werden“, denken die Erdmännchen-Strategen unter uns. Anstatt zuversichtlich zu sein, horchen sie auf ihre inneren Stimmen

  • Dass sie das ohnehin nicht schaffen
  • Dass sie in Selbst-Vorwürfen hängen bleiben müssen
  • Dass sie selbst Schuld sind.

Hörst du auch manchmal so ähnliche Stimmen in dir quasseln?

Manchmal übernehmen auch Menschen in unserer Umgebung diese Rolle und beurteilen dich und deine Situation.

“ Warum hast du nicht?“

„Ach, hättest du nur…. ich habe es ja gleich gewusst…“.

Solche Äußerungen bohren sich tief in uns ein, um auch den kleinsten Antrieb zu lämen.

Es steht die Phase der hätte-sollte-Überlegungen und Selbstentwertung an, die wir jetzt überwinden dürfen.

Wie können wir das, was wir gerade so ungewollt erleben, besser akzeptieren lernen und damit Raum für Neues schaffen?

 

Wie verhalten sich resiliente Menschen?

Eines vorab: Wir können nicht zu jedem Zeitpunkt gut und angemessen reagieren. Dafür kommt es auf den Zeitpunkt an, also in welcher Phase wir uns gerade befinden. Krisenartige Situationen durchlaufen verschiedene Zyklen:

Phase #1 Nicht-wahrhaben-wollen

Phase#2 Das Gefühls-Chaos

Phase#3 Die Besinnung: zur Ruhe kommen, sich besinnen, der Begin von suchen & finden

Phase#4 Auf den Neubegin einlassen

Resilienz lässt sich durch folgendes Verhalten steigern:

Akzeptiere die ersten beiden Phasen, bis sie vorüber sind. Je mehr Widerstand du jetzt aufwendest, umso mehr schwindet die Energie für eine Neuorientierung.

Stärke deine Fähigkeit auf eine innere Distanz zu den Ereignissen zu gehen.

Diese Distanz ist wichtig, damit du den Blick frei bekommst und aus Emotionen, wie Wut, Vorwürfe und Zweifel aussteigen kannst. Kommen die Emotionen zur Ruhe, kann der Gedanke wachsen, dass sich etwas ändern kann, dass du etwas verändern kannst. Die Übergangsphase zu Neuem kann beginnen.

Hoffnung keimt auf. Allein dadurch wächst die Zuversicht: Ja, ich kann diese Herausforderung meistern! Der Blick geht nun in Richtung Zukunft.

 

Werde ein resilienter Mensch

Der erste Schritt ist dein Entschluss, dass sich etwas ändern muss. Starte gerne mit den folgenden Techniken:

  • Beginne mit eine neutralen Bestandaufnahme deiner Situation. Prüfe, was sprciht für einen Kurswechsel?
  • Unterscheide dabei, was in deiner Macht steht, was du selbst erwirken kannst. Wo liegt dein Spielraum?
  • besinne dich auf deine Fähigkeiten: Wie hast du andere schwierige Situationen gelöst? Was hast du bisher gut gemacht, was ist gelungen?
  • Formuliere ein erstes Etappenziel: Wo möchtest du gerne ankommen?
  • Erlerne eine Technik negative Gedanken zu stoppen. Ansonsten werden sie dich immer wieder versuchen runter zu ziehen.
  • Bringe dich täglich in ein gutes Körpergefühl.

Die größte herausforderung liegt darin, die negativen Gedanken zu besiegen. Sie verstellen deine Sicht, um Lösungen zu entwickeln. Aus diesem Zustand musst du dich immer wieder erneut befreien lernen. Negative Gefühle machen dich eng, unsicher und treiben dich in den Unterbau zurück.

Starte damit, den nagativen Gedanken etwas hilreiches und konstruktieves entgegen zu setzen. Täglich!

 

Resilienz beginnt mit der Vorstellung davon

Es gibt einen erwiesenen Zusammenhang zwischen unserem äußeren Erscheinungsbild und dem inneren Zustand eines Menschen. Wenn wir uns schlecht fühlen, ist unser Blick häufig gesenkt, der Mund gepresst und die Schultern hängen schlaff am Körper herab. Schultern, Nacken, Muskulatur? Wie fühlt sich das dann an?

Diesen direkten zusammenhang zwischen unserem inneren Erlebn und dem äußeren Erscheinungsbild können wir natürlich auch umgekehrt uns zu Nutze machen.

Wenn es dir aktuell nicht gut geht, dass verändere deinen Körperzustand in die Richtung, wie es sich anfühlt, wenn du kraftvoll und optimistisch wärest. Experimtiere ein wenig mit dem Unterschied.

Sicher hast du auch als Kind gerne Prinzessin oder Indianer gespielt? Dabei hast du die entsprechende Gestik eingenommen, ihre typische Worte und Stimmen immitiert, ihren Gang und Haltung. In diesem Spiel warst du in dieser, dch eigentlich fremden Rolle verhaftet. Du hast dich wie eine Prinzessin oder ein Indianer gefühlt.

Ein gutes Gefühl ist sichtbar: der Körper ist kraftvoll und aufgerichtet. Der Blick geht Richtung oben, dabei ist er klar uns fest. Das wusste sogar Charlie Brown von den Peanuts smile.

Die wörtliche Aufmunterung „Kopf-hoch“ lässt sich willentlich und bewusst herstellen. Körper und Emotionen sind miteinander gekoppelt. Es ist nicht möglich eine gestärkte Körperhaltung einzunehmen und sich gleichzeitig schwach zu fühlen. Dieses Prinzip beschreibt die Reziproke Hemmung.

Wie sieht dein perönliches Bild aus? Stelle dir deinen Wunschzustand in allen Details vor: Wie atmest du? Wie ist deine Mimik, deine Stimme….gehe jetzt einmal ganz in diese Vorstellung und übe dies gerne mehrmals täglich. Anfangs fühlt sich das zunächst künstlich an. Und dennoch hat es eine große Wirkung auf unser Erlebn. Das Gehirn kann nicht zwischen Realität und Vorstellung unterscheiden. Diesen Fakt beschreiben Neurowissenschaftler mit dem Begriff der Neuro-Plastizität.

Es ist völlig egal wie alt du bist, denn diesen neuen Umgang mit unliebsamen Situationen lässt sich trainieren. Bis ins hohe Alter.

Ist das eine gute Nachricht?

Zumindest eine mächtige Chance.

Wie wandelst du Krisen in Chancen um, was hat sich für dcih bewährt?

Schreibe mir gerne deine Erfahrung, ich freue mich sehr darauf! Gleich hier in den Kommentaren unterhalb.

Nur Mut!

Deine Bea