Gratis-Online-Kurs: Stärke dich in schwierigen Zeiten zum Gratis Online-Kurs

Wir alle fühlen uns gestresst.

Das sagen

82% im Alter zwischen 30 und 39 Jahren.

76% zwischen 50 und 59.

Naheliegend, dass ich dir jetzt eine seitenlange Liste verfasse mit Anti-Stress-Übungen und -Maßnahmen. Aber ich glaube nicht daran.

Ich glaube nicht, dass es DIE Entspannungsübung gibt oder den perfekten Kurs, um sich besser zu organisieren oder seine Heilung in Indien zu suchen – ich behaupte sogar, die meisten fokussieren sich auf das Falsche.

In diesem Artikel sage ich dir, warum ich das glaube und wie du besser ansetzen kannst.

Je mehr Angebote wir sehen, umso weniger setzen wir um; wissen nicht, wo wir beginnen sollen oder wie wir es in unseren Tag einbauen. Wir haben ja keine Zeit.

„Ich hab doch schon so viel zu tun, jetzt soll ich auch noch dabei entspannen?“

„Da kennst du meinen Chef (Kinder, Frau…) schlecht, der packt immer noch mehr drauf.“

Es ist rein gar nichts dagegen zu sagen, Sport zu machen, eine Atemübung oder ins Yoga-Studio zu gehen. Wunderbar.

Nur punkto Belastung sind das keine Lösungen. Sie sind Mittel zum Zweck.

Entspannung ist keine Lösung. Es ist Mittel zum Zweck.

Ich behaupte sogar, dass sie in manchen Fällen zu NOCH mehr Stress führen. Nämlich, wenn wir sie nicht in unseren Feierabend oder ins nächste Wochenende eingebaut bekommen. Und am Montag, angesichts der bevorstehenden Aufgaben, nur noch denken: Ich bekomm ja gar nix mehr hin.

Bevor du blind dem Mainstream des Entspannungswahns folgst, werde dir klar, was dich eigentlich in Stress versetzt.

Richtig. Betrachten wir es oberflächlich ist es der Chef, der tägliche Stau auf der Autobahn, die anstrengenden Kollegen.

Wenn wir aber tiefer forschen, entdecken wir die Wahrheit dahinter: Es sind die psychischen Belastungen, die für unser Stress-Erleben verantwortlich sind.

Welche psychischen Belastungen ich meine, das zeige ich dir jetzt. Und ich gebe dir Ideen, diese deutlich zu reduzieren.

 

Stress hat zwei Komponenten:

Äußere Umstände.

Und innere Dynamiken.

 

Äußere Stressoren für psychische Belastung

Stress wird ausgelöst durch Situationen, in denen wir uns befinden und für die wir keine Lösung haben.

Wir sind besser geübt, uns von Außen zu beobachten, als in uns hinein zu horchen. Wir nehmen etwas wahr, das gerade passiert ist und reagieren automatisch. Durch die folgende Übersicht schulst du deine Wahrnehmung für dein Umfeld, für das, was um dich herum passiert. Sensibilisierung für mögliche Ursachen ist eine wichtige Voraussetzung, um Belastungen überhaupt erstmal bewusst zu machen.

 

1. Psychische Belastung durch fehlende Orientierung

Der Alltag ist in unserer modernen Welt ein Marathon mit vielen Hindernissen.

Wir stehen vor zahlreichen Entscheidungen und haben oft viele Optionen vor uns. Treffen wir eine Entscheidung aus dem Pool der Optionen, quälen wir uns im Hintergrund mit Fragen: hätte ich, sollte ich, wäre es besser gewesen, wenn…?

ZU viele Möglichkeiten verunsichern uns: Wer die Wahl hat, hat die Qual.

In unserer Freizeit ist es nicht wesentlich entspannter. Wir lieben es, die sogenannte „freie“ Zeit optimal zu nutzen. Aufgrund unseres anstrengenden und fordernden Alltags kommen wir nicht immer dazu, unsere Aktivitäten umzusetzen und sind dann frustriert. Oder pendeln auch hier zwischen verschiedenen Optionen. Entscheiden bedeutet auch immer Verzicht auf andere Möglichkeiten.

Verzicht auf den vermeindlich doch besseren Handyvertrag, den lukrativeren Anlagenfond, die bessere Party, das günstigere Angebot.

Wir bleiben zurück mit einem Dauergefühl, vielleicht doch falsch entschieden zu haben.

Mit dieser latenten Unschlüssigkeit sind wir nie wirklich klar. Wir pendeln zwischen Möglichkeiten.

 

Mein Impuls

Wäge Entscheidungen in einem angemessenen Verhältnis ab. Große Entscheidungen dürfen gut überlegt sein, mit ihren Pros und Contras bedacht. Nur wende nicht deine kostbare Zeit auf für alltägliche Entscheidungen, z.B. Preis- und Produktvergleiche. Limitiere diesen Zeitaufwand.

Hast du nun eine Entscheidung getroffen, stehe dazu.

 

Fehlende Orientierung verursacht auch bei Multitasking starkes Stresserleben. Wir können zwar zwei Dinge gleichzeitig machen, uns aber nicht auf zwei Dinge gleichzeitig konzentrieren. Wir verlieren Energie und Qualität beim Ergebnis, dafür gewinnen wir ein Mehr an negativem Stress. Fehlender Fokus ist eine Energieschleuder. Sie zerrt an uns. Du kannst das gut beobachten, wenn du in eine Sache vertieft bist, ganz dabei und unterbrochen wirst. das Telefon klingelt, der Kollege hat eine Frage, die Nachbarin steht vor der Tür. Aus mit der Konzentration. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass wir mindestens 20 Minuten benötigen, um wieder in die Sache inzutauchen.

 

Mein Impuls

Trainiere dich darin, klar zu focussieren. Und priorisiere deine Liste eindeutig. Lerne, Wichtiges von Dringendem zu unterschieden. Das kann mithilfe eines Timers sein, ein Organisations-Tool, das dich unterstützt zu strukturieren. Oft hilft auch ein klärendes Gespräch mit dem Chef, wenn ALLES wichtig zu sein scheint. Priorisierung ist eine Führungsaufgabe im Beruf. Suche rechtzeitig ein Gespräch, um wieder Orientierung für dich zu bekommen, was gerade unverzichtbar ist.

Orientierung ist ein menschliches Grundbedürfnis. Fehlt Orientierung im Leben, bedeutet das Stress für uns. Wir werden unruhig, unsicher und können nicht vorwärts gehen. Diese Sicherheit ist aber unerlässlich, wenn wir etwas planen, erreichen und umsetzen wollen.

Orientierung gibt uns Klarheit und Sicherheit, einen festen Rahmen. Fehlt uns diese Klarheit, bleiben wir im Teich der „Vielleichts“, „Irgendwanns“ oder Besser-dochs“ hängen, vergeuden wir unsere wertvolle Lebensenergie. Wir fühlen uns verunsichert, haben Angst, das Falsche getan zu haben.

Angst, das ist der nächste Punkt.

 

 

2. Psychische Belastung durch Angst

In unseren Breitengraden scheinen wir glücklicherweise gesichert leben zu können. Wir haben Nahrung, Wärme und wir können uns sicher gewegen.

Dennoch gibt es andere Situationen, in den unser Bedürfniss nach Schutz nicht erfüllt ist. Totz der objektiven Sicherheit in unseren Regionen, habe ich den Eindruck, als wird Angst gezüchtet.

Firmen haben Angst vor Übernahmen, Angestellte vor Arbeitsplatzverlust, Kinder vor Lehrern, aber auch Lehrer vor Schülern. Wir haben Angst vor der Grippe, vor Einbruch, vor Verarmung, oft völlig unabhängig vom Wohlstand.

„Angustus“ ist das lateinische Wort für Enge und Angst macht im Erleben eng. Und Angst macht „dumm“. Der Kontakt zu unserem rational denkenden Verstand  wird unterbrochen und die Instinkte übernehmen die Führung. Jeder, der ein ängstliches Tier beobachtet hat, weiß, dass es alles andere als logisch handelt.

Angst ist eine starke psychische Belastung und gefährdet unser nächstes menschliches Grundbedürfnis, das nach Schutz und Sicherheit. Chronische Angst führt nachweislich zu Depressionen und Burnout, dies ist bedingt durch inneren Stress.

 

Mein Impuls

Erlaube Medien und negativen Nachrichten nur eine begrenzte Zeit auf dich zu wirken. Vermeide es, schon morgens dich mit Terrormeldungen durch das Radio wecken zu lassen. Die Auswirkungen werden unterschätzt, denn das Unterbewusstsein speichert auch, was uns nicht direkt bewusst ist.

In diesem Fall informiere dich besser eine maximale Zeitspanne, vielleicht 10 Min täglich, über die wichtigsten Themen des Tagesgeschehens.

Übe dich darin, anstelle von Katastrophen-Denken mehr zu einem konstruktiven und lösungsorientierten Denken zu kommen (hier bekommst du ganz praktische Tipps dafür). Damit bleibst du unter Belastung souveräner und fühlst dich spürbar weniger psychisch belastet ausgelöst durch „gedankliche Bedrohung“.

3. Psychische Belastung durch fehlende Ver-Bindung

Wir haben heute viele Bekannte, Kollegen und Follower, aber wie steht es um echte Freunde? Hast du einen guten Freund, eine gute Freundin, bei der du dich sicher und geborgen fühlst, angenommen als Mensch? Teilt ihr tolle Gespräche, Freude und Trauer, eure Unterschiedlichkeit und Vertrauen? Gehörst du einer Gemeinschaft an, angefangen bei einer zuverlässigen Partnerschaft?

Schauen wir in unsere Paarbeziehungen, wie sieht es da aktuell aus? Wie erlebst du dein Single-Sein?

Wie beschreibst du die Beziehungen an deinem Arbeitsplatz, zu Kollegen, zu deinem Chef?

Sind wichtige Beziehungen unseres Alltags konfliktbeladen und stressig, belasten sie uns über die Situation hinaus. Der Ärger schlägt uns auf den Magen und kann uns regelrecht krank machen. Das wird uns besonders deutlich, wenn wir an Mobbing-Situationen denken oder auch an endlose Kriege vor dem Scheidungsanwalt. Jeder Mensch braucht Anerkennung und Wertschätzung, Mobbing ist das Gegenteil davon gepaart mit Hilflosigkeit, keine Unterstützung zu haben. Grausam.

Bindung ist das dritte menschliche Grundbedürfnis und sichert von Geburt an das (psychische) Überleben. Bindung ist ein Gefühl, sicher und geborgen zu sein, egal, was passiert. Rückhalt und Entlastung zu erleben, anstelle von Endlos-Diskussionen und Kampf, das schützt uns auch im Erwachsenenalter enorm vor Stress.

Menschliche Nähe und Kontakt zu spüren, sind starke seelische Kraftquellen, die uns auffangen, nähren und stärken.

So stark die Kraft von guten persönlichen Beziehungen ist, so zerstörerisch kann sie auch sein. Dauerhaft schwelende Konflikte und emotionale Problemfelder, nachgetragene Wut, aber auch innere Widerstände zehren an unseren Kräften und der Psyche. Diese Prozess laufen zwar insbesondere in unserem Inneren ab und zählen bereits zu den inneren Dynamiken, sind aber dadurch nicht weniger psychisch belastend. An dieser Stelle ist es wichtig, dein Umfeld auf Konfliktfelder zu prüfen.

 

Mein Impuls

Investiere in Beziehungen. Ein guter Freund kann völlig ausreichen. Suche Kontakt über eine Mannschaft, ein Team, eine „Truppe“ von Gleichgesinnten – Gemeinschaft macht stark.

Im Gegenzug löse dich aus unkonstruktiven Kontakten und Beziehungen. Nicht immer können wir einen Konflikt lösen, da braucht es auch die andere Seite. Ist sie jedoch nicht bereit dazu ooder an einer Lösung interessiert, dann schaue, welche anderen Wege es für dich geben kann. Viele Arbeitsnehmer kehren mit Konflikten täglich an ihren Arbeitsplatz zurück und sehen sich ihrer Situation ausgeliefert. Ich bin von Lösungen überzeugt, es muss nicht die Kündigung sein.

 Psychische Belastung durch objektive Stressoren

Jetzt sind wir in dem Bereich, auf den sich vorallem der Arbeitsschutz focussiert. Objektive Belastungen sind sichtbar und messbar und dadurch leichter zu verändern. Natürlich haben auch sie eine wirksame seelische Komponente.

Objektive Stressoren sind oft von außen gegeben, durch die Situation, in der wir uns befinden.

  • Chemische Belastungen wie Drogen, Chemikalien durch Umwelt und Nahrungsmittel, Strahlung u.w.
  • Körperliche Belastungen wie z. B. Operationen, Infektionen, Schlafmangel, Krankheiten, Hunger, Durst, Lichtverhältnisse, Ernährung, Hitze, Kälte, Lärm, Arbeitszeit, schlechte Lebens- und Arbeitsbedingungen u.w.

Weniger Aufmerksamkeit bekommen in unserer Berufswelt und Lebensumgebung diese Facetten des Umfelds. Hier sehe ich  allerdings die wichtigsten Ursachen für psychische Belastung:

  • Soziale Belastungen wie Machtstreben, innere Widerstände, Meinungsverschiedenheiten, Verlust von Angehörigen und Ablehnung durch andere Menschen, Isolation, Gruppendruck, Rivalität und Intrigen.
  • Organisationsbedingte Belastungen wie z.B. bürokratische Strukturen, steile Hierarchien, unklare Kompetenzen und Aufgabenbereiche, monotone Arbeit, kein Handlungsspielraum, Über- und Unterforderung
  • Rollenbedingte Belastungen wie z.B. durch Rollenambiguität oder Rollenkonflikte im privaten und beruflichen Umfeld.

Schauen wir genauer dahinter, sind in all diesen Themen unsere genannten Grundbedürfnisse in Gefahr: Sicherheit, Schutz, Orientierung und (stärkende Verbindung.

Psychische Belastungen lassen sich zwar durch intakte und erfüllte Beziehungen im Privaten abfangen, aber nur begrenzt, wenn das Berufsleben zerrt.

Umgekehrt machen wir es ganz ähnlich: wir investieren bei einem unerfülltem Privatleben unsere Hauptenergie in den beruflichen Bereich. Sofern sich hier persönlicher Ausgleich und Erfolg einstellt, kann das eine probable Kompensation sein, zumindest für eine begrenzte Zeit. Sobald wir jedoch nicht mehr zu den fitten oder erfolgreichen und attraktiven Leistungsträgern gehören, eröffnet sich eine neue Gefahr für unsere psychische Gesundheit.

Wir dürfen wieder erlernen, jedes unserer Basis-Bedürfnisse abzudecken und auf ein breites, verlässliches  Fundament zu stellen. Kippt ein Bereich, können uns die anderen Lebensbereiche auffangen.

 

Mein Impuls

Konflikte verschwinden nicht, weil wir darüber hinweg sehen. Sie wirken. Ich gehe noch einen Schritt weiter:

Konflikt sind die Hauptursache, warum Menschen gestresst sind.

Finden wir keine zufriedenstellende Lösung, kommt es zu Resignation. Lass es nicht erst soweit kommen. Spüre in deinem Umfeld, ob privat oder beruflich, schwelende Konflikte und Unausgesprochenes auf. Ja, dazu braucht es eine gute Portion Mut, um den vorrüber gehenden Zustand der Disharmonie zu ertragen. Aber es wird dein Vertrauen in dich selbst stärken, dass du für dich selbst einstehst. Ein wahrer Selbstwert-Booster.

 

 

Psychische Belastung durch innere Stressoren

Psychische Belastung entsteht nicht allein durch äußere Umstände. Sie können uns fordern, aber nicht jeder empfindet gleichermaßen Stress und nicht alle Lösungen greifen, um individuellem Stresserleben zu begegnen. Wir brauchen eine weitere Ebene: Uns selbst.

Eine Situation nur schlecht oder gar nicht zu bewältigen,  birgt den Glauben, dass man sie nicht verändern kann. Wir haben den Eindruck, dass unsere Bewältigungsmöglichkeiten nicht ausreichen oder keine Lösungsstrategien vorhanden sind. z.B. kann ein Bewerber vor einem Vorstellungsgespräch Stress erleben, wenn er glaubt, er könne sich nicht gut ausdrücken und damit einen schlechten Eindruck hinterlassen.

Oder ich erdulde den respektlosen Chef, weil er mein finanzielles Überleben sichert.

In dieser Wahrnehmung liegt das eigentlich gefährliche Potential von psychischer Belastung und innerem Stresserleben.

 

1. Psychische Belastung durch subjektive Stressoren

Spätestens jetzt treten wir als Person in den Mittelpunkt der Betrachtung:

Wie gehen wir mit Belastungen um, wie bewerten wir sie?

Wenn wir uns psychisch belastet fühlen, treffen diese zwei wichtigen Merkmale zusammen:

  • Persönliche, subjektive Merkmale: negativen Denkmuster, die Neigung zu Ungeduld, Ärger, Wut, Angst, Feindseligkeit, Dominanzstreben oder Konkurrenzdenken, einseitige Situationsbewertungen, Schwarzsehen, Hineinsteigern, selbst gemachter Zeit- und Leistungsdruck, zu hohe Erwartungen, Enttäuschungen, empfundene Bedrohung oder Hilflosigkeit.
  • Wenn die Folgen, als sehr bedrohlich empfunden werden: Dauerarbeitslosigkeit, Imageverluste, Einsamkeit, fehlende Bewältigungsmöglichkeit, Verlust der eigenen Identität, sich nicht mehr zuverlässig erleben, Verlust von Freunden, Familie, Gesundheit, Verlust persönlich wichtiger Werte, fehlende Sinnerfüllung.

 

Mein Impuls:

Wenn du merkst, dass du stark von einem oder sogar mehreren Merkmalen betroffen bist, dann lohnt es, dass du dir unsere Video-Reihe Stresskompetent anschaust. Klicke hier auf den Link und du kommst automatisch auf die Seite.

 

2. Stärkt die Situation deinen Selbstwert?

Unser Selbstwertgefühl ist ein weiterer wichtiger Punkt.

Wenn wir über Stress-Bewältigung sprechen, wird das Thema Selbstwert selten aufgeführt. Häufig beschränken wir uns auf äußere Auslöser.

Doch unser Selbstwertgefühl ist bei der Stressbewältigung deutlich unterschätzt! Mangelndes oder geringes Selbstwertgefühl können ein starker Energieräuber sein.

Ein gutes Selbstwertgefühl ist der beste Schutz vor Stress!

Warum?

Mit einem geringen Selbstwertgefühl verwenden wir viel Energie dafür:

  • die Umstände zu rechtfertigen,
  • alles perfekt machen zu wollen,
  • uns der Harmonie zuliebe unterzuordnen,
  • unsere Bedürfnisse zu verleugnen oder nicht durchzusetzen,
  • nicht die erforderlichen Grenzen ziehen zu können,
  • uns bei Fehlern selbst die Schuld zu geben.

Diese Liste ließe sich noch verlängern. Ich denke, es ist klar geworden, dass wir mit diesen Strategien eher in eine Abwärtsspirale geraten.

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein guter Selbstwert uns die Kraft gibt, um alltägliche, aber auch fordernde Situationen zu meistern. Und Niederschläge gut zu verarbeiten, ohne uns selbst nieder zu machen. Selbstvertrauen gibt uns das notwendige Vertrauen,  „STOPP“ zu sagen, „das tut mir nicht gut“.

Was ich häufig beobachte, ist, dass z.B. bei Arbeitnehmern auch bei unzumutbaren Bedingungen, z.B. zu großes Arbeitsvolumen oder respektlosem Verhalten, das Gefühl zurück bleibt: Es liegt an mir!

Mein Impuls

Sobald du ahnst, dass eine zerende Situation zu einem Dauerzustand wird, frage dich, warum du es akzeptierst? Welche der o.g. Mechanismen du gerade an?

Im zweiten Schritt stellt sich die Frage: Welche Fähigkeit bräuchtest du, eine zufriedenstellende Lösung für dich herbei zu führen?

Das kann die Fähigkeit sein mutiger zu sein, auch mal NEIN zu sagen oder ein wenig mehr Konflikttoleranz? Oder denkst du, dir ist alles zumutbar? Wo fangen deine Grenzen an?

Neulich erzählte mir ein Bekannter: Bevor ich in die Reha wegen Burnout kam, hatte ich NULL Fehltage im Büro. Über Jahre hatte er durchgehalten. Weißt du, was seine Angst war?

Es war die Furcht, als Low-Performer zu gelten. Ein hoher Preis.

 

3. Stellen wir zu hohe Anforderungen an uns?

Mein Bekannter hatte unmenschliche Erwartungen an sich selbst.

Wir denken bei Stresserleben im ersten Moment in Richtung „viel Arbeit, wenig Zeit“. Daher bietet sich so offensichtlich an, weniger zu tun. Wir retten uns in Teilzeitmodelle, Urlaub, zum nächsten Wochenende, um unsere Belastung in den Griff zu bekommen. Oft ist das Private auch keine Erholung mehr, sondern es geht auch hier darum, den Erwartungen zu entsprechen.

Aber Achtung: diese eher quantitative Betrachtung von Anforderungen wirkt nicht immer. Denn wir kommen nur begrenzt mit ihnen klar. Jeder neue Vorgang braucht zusätzliche Energie. Die Abschlussprüfung, der Aufbau einer Firma und gleichzeitig die Gründung einer Familie überfordern uns oft. Die Veränderungen unterschätzen wir häufig. Viele wichtige Projekte gleichzeitig stemmen zu wollen, ist utopisch und zum Scheitern verurteilt.

Auch Kinder werden früh überfordert, wenn sie neben der zweiten Fremdsprache auch noch eine Klavieraufführung und ein Auslandsaufenthalt dazu kommen. Ihr Gehirn hat wenig Chancen einen Routine-Prozess zu entwickeln. Den brauchen wir aber dringend, um weniger Stress zu haben und weniger Energie zu verbrauchen.

Routinen helfen , Stress zu reduzieren.

 

Mein Impuls

Konzentriere dich immer nur auf ein nächstes Hauptziel. Teile es dann in kleine Schritte ein, die leicht erreichbar sind. Damit stärkst du nicht nur deinen Selbstwert („Ich schaffe das!“), sondern bist wesentlich effizienter. Ersetze alle wiederkehrenden Aufgaben durch Routine-Abläufe. Welche sind wirklich wichtig? Welche sind sinnvoll? Bringen sie dich weiter an dein Ziel? Mache regelmäßig Bestandsaufnahme. Miste aus, was du nicht brauchst.

Ich selbst unterstütze meine Ziele durch den Focus-Planner von Mike Hyatt (Nein, das ist kein Affiliate-Link :-). Der Hauptgrund besteht für mich darin,unterscheiden zu können zwischen Ergebnis-Zielen und täglichen/wöchentlichen Routine-Zielen, wie z.B. regelmäßig zu schreiben.

Aber es gibt sicher auch andere gute Planer, die deinen Fokus unterstützen.

 

 

4. Wie meistern wir Krisensituationen?

Sie kommen unerwartet und können alles verändern: Krisensituationen .

Krisenzeiten kosten Kraft.

Das können Ereignisse sein wie Krankheit, Verlust, Trennung oder auch chronische Stress-Situationen sein, in den wir uns im Kreis drehen. Wenn wir eine Situation in unserem Leben haben, die immer wieder Ärger, Frust, Angst oder Trauer in uns auslöst, haben wir die Qualität einer Krise erreicht.

Krisen, Ups-and-Downs gehören zu unserem Leben. Wir wollen es zwar nicht wahr haben, niemand möchte sich ausgeliefert fühlen. Doch das sind wir nicht.

Wir können zwar die Dinge nicht immer ändern, die auf uns eintreffen, aber zumindest, wie wir damit umgehen. Resilienz , die Stärkung unserer inneren Wiederstandsfähigkeit ist in unserer modernen Welt immer wichtiger geworden. Wir sind einfach nicht mehr geübt darin, schlechte Zeiten in unser Leben zu integrieren und als Anlass persönlicher Stärkung zu nutzen. Wir haben die Illusion im Kopf, alles und unmittelbar zu schaffen. Hilfreich kann es sein, sich die Biographien erfolgreicher Menschen anzuschauen. Fast jeder erfolgreiche Mensch startete mit schwierigen Umständen, aus misslichen Lagen. Jede Erfolgsgeschichte fing beschwerlich an und war mit einigen Anstrengungen und Reflektion verbunden. Aus ihnen können wir viel lernen.

 

Mein Impuls

Stärke deine Resilienz, also deine innere Widerstandkraft, wann immer es geht. Lies Biographien, schaffe dir Vorbilder und kopiere Teile ihrer Strategien.

Auf unserer Startseite findest du unseren Gratis-Kurs „Stärke dich in schwierigen Zeiten“- dazu klick hier.

Alterantiv schau gerne auf unserer Seite „Stresskompetent“ die kostenfreie Video-Reihe an, was hilft, was hilft nicht bei Stress & Belastung.

Oder starte bei der 7-teiligen Blog-Folge für mehr Resilien, das kannst du her beginnen

 

 

Fazit:

Stress wird dann zu einer psychischen Belastung, wenn zwei Faktoren gemeinsam auftreten,

  1. Wenn die Folgen des Nicht- bewältigen- könnens als bedrohlich empfunden werden
    und
  2. Wenn persönlichen Lösungsmöglichkeiten nicht ausreichen.

Beide Faktoren lassen sich verändern, ist das nicht eine gute Nachricht? Zumindest hättest du die Chance, dies zu tun.

 

 

Starte jetzt, deinen Stress zu bewältigen

Ja, was machst du nun mit all diesen Informationen?

Meine Idee dazu: starte mit einer Inventur.

Schreibe dir täglich auf, was dich über den Tag gestresst hat. Zu Hause, bei der Autofahrt, im Büro, bei deiner Mutter….

Du wirst dich wundern, was du entdeckst, wenn du beginnst, dich zu beobachten. Also, ich bin in jedem Fall gespannt! Verrätst du es mir? Gerne hier in den Kommentaren.

Nur Mut!

Deine Bea