Gratis-Online-Kurs: Stärke dich in schwierigen Zeiten zum Gratis Online-Kurs

Heute geht es um etwas, was auf den ersten Blick paradox klingt.

Vielleicht kennst du das selbst.

Warum tust du Dinge, die du eigentlich gar nicht willst?

Oder aber du tust etwas, was zum Erreichen deines Ziels gar nicht hilfreich ist.

Die alltäglichsten Beispiele sind dafür:

Warum rauchen Menschen, obwohl sie gesund sein wollen?

Warum verharren Menschen in einem Job, obwohl er sie tot unglücklich macht?

Warum sind Menschen Single, obwohl sie gerne eine Partnerschaft hätten?

Warum haben manche Menschen eine wunderbare Karriere, sind aber „erfolglos“ im privaten Leben?

Vielleicht fallen dir auf den ersten Blick sogar ein paar Antworten ein.

Aber, wie erklärt es sich, dass Menschen  offenkundig leiden, aber diesen Zustand nicht verändern?

Immer wenn es darum geht, den Schritt zu tun, damit ihr Leben besser wird, plötzlich einen Rückzieher machen?

Der Kopf sagt: “ Hey, du solltest….“, aber wie eine magische Kraft hält sie etwas vor Veränderung zurück.

Sicher kennst du auch bei dir solche Momente, in denen du deshalb frustriert warst. Du dir gedacht hast „Was mache ich da? Das ist doch gar nicht hilfreich, das bringt mich nicht dahin!“

Aber wirklich ändern, das tust du nicht.

Offenbar gibt es etwas, das in uns dafür sorgt, dass alles beim Alten bleibt.

Und das hat nichts mit fehlendem Willen zu tun.

Heute verrate ich dir, wie du dir selbst auf die Schliche kommen kannst.

 

Immer, wenn du Dinge tust, die du auf der bewussten Ebene gar nicht willst, sind andere Kräfte im Spiel.

Von welchen Kräften spreche ich da?

 

Die 6 Grundbedürfnisse nach Anthony Robbins

Der Mensch tut alles aus nur einem wichtigen Antrieb heraus: um seine Grundbedürfnisse zu erfüllen.

Das ist uns allen gemeinsam.

Was uns nicht gemeinsam ist, das ist, wie wir diese Bedürfnisse erfüllt bekommen.

Anthony Robbins, ein sehr bekannter Persönlichkeitstrainer, hat diese sechs Grundbedürfnisse formuliert.

Jeder Mensch besitzt sie. Sie liegen im Mensch-Sein begründet, in unserer Evolution.

Wir hätten ansonsten frühen eben gar nicht überlebt.

Heute werden diese Grundbedürfnisse zwar anders erfüllt, aber es steckt noch immer eine starke Kraft dahinter, unser Handeln zu motivieren. Sie sind in unserem Reptilienhirn verankert und lassen sich trotz gutem Willen nicht mal so abtrainieren.

Du kannst aber lernen, wie du sie für deine Ziele und dein Lebensglück besser nutzen kannst.

Und gute Wege von schädlichen Wegen unterscheiden lernen.

Dein erster Schritt besteht nun darin, überhaupt für dich zu entdecken, auf welche Weise du sie in deinem Leben erfüllst.

Beginnen wir mit dem ersten:

 

1. Das Grundbedürfnis nach Sicherheit

Bei diesem Bedürfnis geht es zunächst darum, dass du mit dem Notwendigen, also Nahrung, Kleidung, einem Dach über dem Kopf, versorgt bist. Zur Sicherheit zählt aber auch das Bedürfnis nach Geborgenheit und die Sicherheit vor körperlichen und seelischen Übergriffen. Sicherheit kann auch eine Beziehung, Gewohnheiten, Regeln und Routinen sein.

Oder eben der gehasste, aber bekannte Job.

Verlassen wir das alte Bekannte, dann wissen wir erst einmal nicht was folgt: wird der nächste Job überhaupt besser? Unser Bedürfnis nach Sicherheit scheint gefährdet.

Auch Essen, schlechte Beziehungen, Süchte sorgen für Sicherheit. Sie beruhigen uns auf eine Weise, während der Verzicht darauf eher Stress erzeugen wird.

Krisen stellen ganz besonders unser Sicherheitsbedürfnis auf eine harte Probe. Wir drohen den Boden zu verlieren. In Not war es oft der Glaube oder eine Religion, die den Menschen dann Halt und wieder Sicherheit gab.

Wir kämpfen heute weniger um das pure Überleben, als mit der Angst vor einem Börsencrash oder Veränderungen, die wir nicht im Griff haben könnten.

 

2. Das Grundbedürfnis nach Abwechslung

Sicherheit ist schön und gut, aber es kann dein Leben auch manchmal starr und langweilig machen.

Genau das Gegenteil suchen Menschen, die das starke Bedürfnis nach Abwechslung haben.

Sicherlich hast du schon einmal erfahren, welche Freude es machen kann, zum Beispiel einen neuen Sport zu erlernen oder eine neue Sprache. Körper, Geist und Seele suchen stets nach neuem Input, eine Herausforderung zum Beispiel im Beruf. Nicht umsonst fallen viele Langzeitarbeitslose in einen regelrechten „Trott“, verspüren Leere und Antriebslosigkeit. Niemand mag Eintönigkeit oder Langeweile. Wir lieben Entertainment, neue Reize und eine bunte Vielfalt.

Die Herausforderung nach dem Bedürfnis „Abwechslung“ ist eine besondere Lernaufgabe für langjährige Beziehungen. Vor allem dann, wenn dieses Bedürfnis bei dir an 1. oder 2. Stelle steht. Der chronische Fremdgeher sucht diese Abwechslung bei anderen, weil er der Routine (= Sicherheit) entkommen will. Das macht ihn sicher nicht erfolgreich in Beziehungen, aber im 1. Moment wird sein Bedürfnis gestillt. Zumindest kurzfristig, oder immer wieder aufs Neue.

3. Das Grundbedürfnis nach Beziehungen

Bleiben wir beim Thema Beziehungen. Denn der Mensch ist zwar nicht immer treu, aber er ist dennoch ein Rudeltier.

Dein Rudel kann aus 2 oder 200 Menschen bestehen.

Verbindung zu Menschen ist eines der Grundbedürfnisse schlechthin. Es ist auch eng mit dem 1.Grundbedürfnis verbunden. Der Mensch ist nicht für die Einsamkeit und Isolation geschaffen, wir alle brauchen Menschen in unserem Leben, denen wir uns bedenkenlos öffnen können.

Sicherlich kennst du dieses befreiende Gefühl, wenn du dich nach einer Umarmung sehnst, dich einfach an einer starken Schulter ausweinen und fallen lassen kannst. Liebe kann in verschiedenen Formen, also Beziehung, Freundschaften oder auch der Familie verwirklicht werden.

Wir tun viel, um dieses Grundbedürfnis sicher zu stellen. Besonders, wenn es an 1. oder 2.Stelle für dich steht. Um Verbindung zu anderen herzustellen, tun wir auch Dinge, die uns sogar schaden. Manchmal schauen Außenstehende zu und verstehen nicht, warum sich jemand schlecht behandeln lässt? Oder sich unendlich aufopfert. Genau, ohne Beziehungen wäre ein wichtiges Bedürfnis nicht erfüllt und damit eine Bedrohung für den Betroffenen.

Beziehung beschreibt aber auch die Art, wie wir zu uns selbst stehen.

Ob wir uns mögen und annehmen können.

4. Das Grundbedürfnis nach Bedeutung

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Einen Sinn im Leben suchen“. Welchen Sinn kannst du deinem Leben geben, was macht dein Leben lebenswert? Auch du suchst deinen Platz im Leben, möchtest erwünscht, gemocht und anerkannt werden. Das kann im Beruf sein oder mittels eines Hobbys, das dir Spaß macht, dich selbst verwirklicht und ausfüllt.

Welche Fähigkeiten zeichnen dich speziell aus?
Worauf bist du stolz? Wo bist du wichtig, unentbehrlich?

Was möchtest du gerne zeigen? Wodurch erhälst du Aufmerksamkeit?

5. Das Bedürfnis nach Wachstum

Das Grundbedürfnis ist etwas basales für den Menschen. Für jeden. Wir haben darin unsere ganz eigene Hierachie und Wichtigkeit. Aber wir können nicht ohne.

Die folgenden zwei Bedürfnisse brauchen wir nicht dringend zum überleben. Sie dienen aber unserer Weiter-Entwicklung.

Nichts steht still im Leben. Pflanzen wachsen, Menschen, Tiere. Alles folgt einer Entwicklung,
Auch die Erde ist gewachsen und hat sich weiterentwickelt. Die Wissenschaft würde keine neuen Erkenntnisse liefern, würde sie stillstehen und sich nicht entwickeln.

Du würdest noch heute mit Feuer und Kerze leben.

Gäbe es nicht Menschen, die ein Bedürfnis nach Wachstum hätten.

Auch du entwickelst dich täglich weiter, ob du willst oder nicht. Warum also nicht bewusst steuern, wohin du dich entwickeln willst?

6. Das Bedürfnis nach einem Beitrag zur Evolution

Dieses Bedürfnis klingt zunächst etwas hochgestochen. Was gemeint ist, dass du nicht  nur nimmst, sondern auch gibst. Deinen ganz eigenen Beitrag für die Gesellschaft oder Menschheit  leistest. Dies kann zum Beispiel bei einer Blutspende sein oder du hilfst einem Menschen in einer  Notsituation. Selbst im Alltag bei Kleinigkeiten. Wenn du einer alten Person aus dem Bus hilfst, kannst  du bereits ein Glücksgefühl verspüren, dass du gerne etwas Gutes getan und zurückgegeben hast.

Die ersten 4 Grundbedürfnisse braucht jeder Mensch, egal wo er auch lebt. Die möchte er verwirklicht haben.  Dein Gehirn hat diese Bedürfnisse seit Millionen von Jahren und die lassen sich nicht ändern.

Sehr wohl aber, wie du sie in deinem Leben umsetzt und erfüllst.

Dabei haben die ersten vier bei jedem von uns eine unterschiedliche Wertigkeit und Reihenfolge. Darum wird es im 1.Schritt jetzt gehen.

Nummer 5 und 6 zählen  zu den  seelischen Wünschen auf einer höheren Ebene.

 

Entdecke dein Warum

Je klarer es dir ist, warum du etwas tust, welches Grundbedürfnis dadurch bei dir erfüllt wird, desto besser kannst du deine Veränderung steuern.

Was sind für dich deine 2 wichtigsten Motive, wonach du strebst?  Was ist das Motiv hinter deinem Tun, auch wenn es auf den 2.Blick erst zu entdecken ist?

Bleibst du lieber im Job, obwohl er deine Energie absaugt, bevor du die Sicherheit aufs Spiel setzt? Dann ist Sicherheit ein sehr wichtiges Bedürfnis für dich.

Reist du gerne an gleiche Orte, bist immer mit den gleichen Menschen zusammen und tust dir schwer etwas Neues auszuprobieren?

Oder ist es eher so, dass Beziehung zu Menschen, Freunden, Familie, deine Kinder, dein Partner an erster Stelle steht? Was investierst du, damit dieses Bedürfnis erfüllt wird? Bis zu welchem Maß und über deine Grenzen hinaus aus Angst vor Verlust?

Frage dich an dieser Stelle auch, wie stark und wichtig die Beziehung zu dir selbst ist?

Oder Aufmerksamkeit. Wodurch bekommst du Bedeutung? Wo bist du unersetzlich, wirst gebraucht?

Wie wichtig ist dir Abwechslung? Oder liebst du die gewohnten Dinge? Veränderst du dich gerne, suchst neue Hobbies, Menschen, probierst du gerne Neues aus? Dann ist dieses Bedürfnis stark bei dir ausgeprägt.

Bestimme jetzt deine 2 wichtigsten Motive und gehe dabei auch in die verschiedenen Lebensbereiche.

Warum ist das so wichtig?

Unser Leben gerät dann ins Wanken, wenn ein wichtiges Bedürfnis wegfällt. Zum Beispiel durch einen Jobverlust. Betroffen kann das Thema Sicherheit, Bedeutung, vielleicht auch Abwechslung sein.

Einige fallen in eine tiefe Depression, fühlen sich gelähmt und „gegen die Wand gefahren“. Das Reptilienhirn schlägt Alarm. Diese Lücke muss nun geschlossen werden, durch neue Handlungen.

Wir könnten ganz bewusst neue Dinge in unser Leben holen, die genau diese Bedürfnisse ebenfalls erfüllen: z.B. neue Tagesabläufe, ein neues Hobby, Freunde, eine erfüllte Freundschaft, eine Tätigkeit, wo wir gebraucht werden.

Wenig hilfreich ist es, wenn wir die Lücke durch etwas schließen, das uns langfristig schadet oder wenig hilfreich ist.

Abhängigkeiten, Süchte, Verlustängste, Kontrollzwänge, Angeberei, Aufopferung. Das sind nur einige Beispiele.

Nun aber konkret zu dir:

Welche Grundbedürfnisse stehen für dich an oberster Stelle?

Wenn du diese Bedürfnisse festgelegt hast, folgt der 2.Schritt: Was tust du, damit du sie erfüllst?

Sind diese Wege hilfreich, oder werfen sie Probleme auf?

Der Job, der zwar Einkommen und Ansehen beschert, dich aber an den Rand des Burnouts führt.

Die Beziehung, die dir  Gewohnheit und Sicherheit gibt und die Angst vor Einsamkeit nimmt.

Das Essen, das dich zwar im Stress beruhigt, aber zu Frust führt, weil du immer mehr zunimmst.

Die Migräne am Wochenende (ein häufiges Phänomen), an der du leidest, aber dadurch auch Ruhe schenkt.

 

Forsche ganz konkret durch deinen Alltag.

Worin wirst du begrenzt? Was wäre möglich, wenn du neue Wege finden würdest, dein Bedürfnis nach Ansehen, Sicherheit, Entspannung oder Ruhe herzustellen?

Ich bin sehr gespannt!

Wenn du Fragen hast, dann scheue sie nicht, mir gerne auch per EMail zu stellen, ich freue mich darauf.

Nur Mut!

Deine Bea